
Volksbad vor der Berliner Volksbühne am 14.08.2026
Foto: via dts Nachrichtenagentur
Berlin – Nachdem die Berliner Volksbühne die für Freitag geplante Veranstaltung, bei der ausschließlich schwarze Kinder und Jugendliche zum Planschen ins provisorische Schwimmbad vor dem Gebäude eingeladen waren, abgesagt hat, bleiben die Tore nun den ganzen Tag zu.
Eigentlich sollten sich die jungen Leute mit dunkler Hautfarbe von 12 bis 18 Uhr im Becken erfrischen können, von 18 bis 20 Uhr sollte das Schwimmbad dann auch für Menschen mit anderer Hautfarbe geöffnet werden. Doch auch daraus wird nichts: „Heute schwimmt niemand im Volksbad“, hieß es von den Veranstaltern.
Die Kinder seien Ziel rechter und rassistischer Hetze geworden, so die Begründung. Der Schutz der Gäste und Mitarbeiter habe oberste Priorität, für eine sichere An- und Abreise habe nicht garantiert werden können.
Intendant Matthias Lilienthal kündigte an, dass man weiterhin „positive Maßnahmen für strukturell benachteiligte Menschen“ anbieten wolle. Er solidarisiere sich mit allen, die Rassismus und rechten Feindbildmarkierungen ausgesetzt seien.
Die Aktion „Volksbad“ läuft seit 7. August und bis zum 1. Oktober. Offiziell handelt es sich um eine Kunstaktion, um den Berlinern angesichts überfüllter Freibäder eine weitere Möglichkeit zur Erfrischung zu geben. Die Kontroverse hat jetzt schon zu einer enormen Medienberichterstattung geführt, Kritiker sprechen daher von „PR“. (dts Nachrichtenagentur)

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