Charlottesville – US-Präsident Donald Trump ist für seine Reaktion auf Gewalt bei einem Aufmarsch von Rechtsextremisten in Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia von allen Seiten scharf kritisiert worden.
Unter anderem war am Samstag ein Auto offenbar gezielt in eine Gegendemonstration gerast. Dabei kam eine Frau ums Leben, zahlreiche weitere Personen wurden verletzt.
Ein 20-jähriger Tatverdächtiger wurde festgenommen. Bereits zuvor war es zu Ausschreitungen gekommen. Trump hatte später die „Gewalt auf vielen Seiten“ kritisiert. Damit habe er zu halbherzig reagiert, hieß es sowohl von Demokraten als auch von Republikanern.
Man müsse „das Böse beim Namen nennen“, forderte der republikanische Senator Cory Gardner den US-Präsidenten über den Kurznachrichtendienst Twitter auf. Außerdem müsse man anerkennen, dass das Auto-Attentat ein Terroranschlag gewesen sei, so der republikanische Senator Marco Rubio. Beide forderten Trump auf, sich eindeutiger von rechtsextremer und rassistischer Gewalt zu distanzieren.
Auch John McCain, ehemaliger Präsidentschaftskandidat der Republikaner, fand deutlichere Worte als Trump. Neonazis und Rassisten seien „per Definition dem amerikanischen Patriotismus entgegengesetzt“, heißt es in einer Stellungnahme McCains. (dts Nachrichtenagentur)

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