Berlin – Der Präsident des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Michael Hange, hat den von seinem Amt bekanntgemachten Diebstahl von 16 Millionen Online-Nutzerkonten als Bedrohung für die Bürger bezeichnet.
„Es handelt sich bei diesem Fall nicht nur um eine Infizierung eines Rechners, sondern um den Diebstahl der kompletten digitalen Identität“, sagte Hange.
Das BSI warnt vor dem großflächigen Identitätsdiebstahl: Im Rahmen der Analyse von sogenannten Botnetzen durch Forschungseinrichtungen und Strafverfolgungsbehörden wurden rund 16 Millionen kompromittierte Benutzerkonten entdeckt, die in der Regel aus einem Benutzernamen in Form einer E-Mail-Adresse und einem Passwort bestehen.
Viele Internetnutzer verwendeten diese Login-Daten nicht nur für das eigene Mail-Konto, sondern auch für Benutzerkonten bei Internetdiensten, Online-Shops oder Sozialen Netzwerken, hieß es seitens des Bundesamts.
Selbst prüfen, wer betroffen ist
Die E-Mail-Adressen seien dem BSI übergeben worden, damit Betroffene informiert werden und erforderliche Schutzmaßnahmen treffen können. Auf der Homepage des BSI können Internetnutzer ihre E-Mail-Adresse eingeben und so überprüfen, ob sie von dem Identitätsdiebstahl betroffen sind.
www.sicherheitstest.bsi.de
Der Identitätsdiebstahl sei eines der größten Risiken bei der Internetnutzung, teilte das BSI weiter mit: Online-Kriminelle stehlen dabei die digitalen Identitäten von Internetnutzern, um in deren Namen aufzutreten, E-Mails zu versenden, auf fremde Kosten in einem Online-Shop einzukaufen oder sich auf andere Weise zu bereichern oder den Betroffenen zu schaden. (dts Nachrichtenagentur /red)

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