
Foto: dts Nachrichtenagentur
Berlin – Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) will eine Neuausrichtung der Gaspreisbremse. „Die Gaspreisbremse ist nicht gerecht“, sagte Thomas Engelke, Leiter „Energie und Bauen“ beim Verbraucherzentrale Bundesverband, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
„Wer 2022 schon gespart hat, hat gegenüber den Vielverbrauchern das Nachsehen.“ Die Verbraucherzentralen forderten daher, für Haushalte „mit einem niedrigen Gas- und Wärmeverbrauch“ den gesamten Verbrauch auf zwölf Cent pro Kilowattstunde zu deckeln und nicht nur für 80 Prozent des Verbrauchs.
Auch aus der Opposition im Bundestag kommt Kritik an der Konstruktion der Gaspreisbremse. Diese habe ökologisch und sozial „eklatante Mängel“, sagte Dietmar Bartsch, Fraktionschef der Linken im Bundestag, den Funke-Zeitungen. „Wer letztes Jahr Habecks Sparappelle umgesetzt hat, ist der Dumme“, so Bartsch angesichts der 80-Prozent-Regelung und der Verbrauchsprognose.
„Der Villenbesitzer, der die Sauna im Keller hat und null gespart hat, hat dagegen einen satten Vorteil.“ Sozial und ökologisch gerechter sei ein festes Grundkontingent für alle Bürger auf Gas und Strom, für das sich die Linke einsetze.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz teilte mit, man sehe keine gravierenden Gerechtigkeitslücken oder Fehlanreize bei der Gaspreisbremse. Die Jahresverbrauchsprognose sei der Weg, um „ein möglichst schnell und einfach funktionierendes Entlastungssystem für die Gesamtheit aller Verbraucher“ zu schaffen, sagte eine Ministeriumssprecherin.
Alternative Konzepte, etwa auf der Grundlage eines Durchschnittswerts aus mehreren Jahren, würden die Komplexität erhöhen und könnten so „eine zeitnahe Umsetzung der Entlastung möglicherweise gefährden“. Die Energieversorger verteidigten die Gaspreisbremse. Angesichts der knappen Zeit für die Umsetzung seien „pauschale Lösungen“ mit „gewissen Unschärfen“ der einzig gangbare Weg, so eine Sprecherin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).
Die Bundesregierung kritisierte sie gleichwohl: Diese verlagere mit der Gaspreisbremse Aufgaben auf die Wirtschaft, „die eigentlich zum klassischen Kernbereich des Staates gehören.“ (dts Nachrichtenagentur)
Gefällt Ihnen unsere Zeitung?
Fügen Sie den Pfalz-Express als bevorzugte Quelle bei Google hinzu. So verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten aus der Region.
⭐ Bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen
Diesen Artikel drucken



Die Gaspreisbremse soll die Verbraucher nach den Plänen der Bundesregierung bereits ab dem 1. Februar entlasten. Das geht aus einem Beschlussvorschlag des ...
Die Expertenkommission „Gas und Wärme“ hat ein zweistufiges Verfahren bei der Umsetzung der geplanten Gaspreisbremse vorgeschlagen. Im Dezember soll zunächst einmalig die ...
Rheinland-Pfalz. Vor E-Mails über eine angebliche Mitgliedschaft bei MyDirtyHobby, einem Internetportal für erotische Kontakte, warnt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Derzeit staunen viele ...
Berlin – Der Bundestag hat die Preisbremse für Gas und Wärme auf den Weg gebracht. In namentlicher Abstimmung votierten am Donnerstag 372 ...
Berlin – Die Mehrheit der Bürger in Deutschland (75 Prozent) möchte selbst entscheiden, ob sie mit Bargeld oder Karte bezahlt. Das ergab ...
Germersheim – Seit 2011 bietet die Verbraucherzentrale in den Räumen der Kreisverwaltung Germersheim Beratungen an. Jetzt gab es einen personellen Wechsel: Die ...
Berlin – Linksfraktionschef Dietmar Bartsch hat das Verhalten der SPD gegenüber der AfD-Bundestagsfraktion kritisiert. „Der Einwurf von Martin Schulz war in der ...
RLP – Seit Wochen häufen sich bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz Fragen und Beschwerden rund um Strom- und Gasverträge. Fragen zu unzulässigen Kündigungen ...












