
Russische Militärfahrzeuge an der Grenze zur Krim
Foto: über dts Nachrichtenagentur
Kiew – Dem ukrainischen Militär ist es nach Angaben des britischen Militärgeheimdienstes gelungen, mehrere für Russland wichtige Straßenbrücken zu zerstören oder zumindest unbrauchbar zu machen.
Die beiden wichtigsten Brücken, die den Zugang zu dem von Russland besetzten Gebiet am Westufer des Dnjepr in der Oblast Cherson ermöglichen, könnten jetzt wahrscheinlich nicht mehr für militärische Zwecke genutzt werden, heißt es im täglichen Lagebericht der Briten vom Samstagmorgen. Am 10. August hätte es entsprechende ukrainische „Präzisionsangriffe“ gegeben. In den letzten Tagen sei es Russland nur gelungen, die beschädigte Antoniwsky-Straßenbrücke oberflächlich zu reparieren, die aber wahrscheinlich nicht mehr die volle Last tragen könne.
In der vergangenen Woche war auch die Haupteisenbahnbrücke bei Cherson beschädigt worden. Seit Ende Juli nutzt Russland eine Pontonfähre in der Nähe der Eisenbahnbrücke als Hauptroute für die militärische Versorgung. Selbst wenn es Russland gelinge, die Brücken erheblich zu reparieren, bleibe sie eine zentrale Schwachstelle, so der britische Militärgeheimdienst.
Die Bodenversorgung für die mehreren tausend russischen Truppen am Westufer sei mit ziemlicher Sicherheit von nur zwei Pontonfähren-Übergangspunkten abhängig. Da die Lieferkette nun eingeschränkt sei, dürfte die Größe der Vorräte, die Russland am Westufer anlegen konnte, ein Schlüsselfaktor für die Ausdauer der Truppe sein, heißt es von den Briten. (dts Nachrichtenagentur)

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