Berlin – Bruno Kahl soll laut eines Berichts der „Süddeutschen Zeitung“ neuer Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND) werden.
Er soll damit Gerhard Schindler ablösen. Die „Bild“ berichtet zudem unter Berufung auf Sicherheitskreise, dass Schindler zunächst einen Rücktritt abgelehnt, das Kanzleramt aber auf dem Wechsel bestanden habe.
Bruno Kahl ist bislang Abteilungsleiter im Bundesfinanzministerium und gilt als Vertrauter von Finanzminister Schäuble. Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht.
Kanzleramtsminister Peter Altmaier hat aber kurzfristig für diesen Mittwoch zu einem „Hintergrundgespräch“ eingeladen. Es wird erwartet, dass bei dieser Gelegenheit der Wechsel verkündet wird.
Die Veränderung an der BND-Spitze kommt überraschend. Schindler war zwar vor etwa einem Jahr in Bedrängnis geraten, nachdem herausgekommen war, dass der BND in seiner Abhörstation in Bad Aibling Suchbegriffe der US-amerikanischen NSA eingesetzt hatte, mit denen europäische Verbündete ausspioniert worden waren.
Aber es sah lange Zeit so aus, als ob Schindler die Affäre durchstehen würde. Schindler war seit 2012 an der Spitze des einzigen deutschen Auslandsnachrichtendienstes, der gut 6.500 Mitarbeiter hat.
Eine mit der Suche nach einem neuen BND-Präsidenten vertraute Person erklärte, Schindler habe zu den „besseren Präsidenten“ in der fast 60-jährigen Geschichte des Dienstes gehört. Dennoch sei es richtig, ihn in den Ruhestand zu schicken.
Über die Gründe für die Ablösung Schindlers herrscht offiziell Stillschweigen. Bei der Kandidatensuche hatte auch das Auswärtige Amt Interesse angemeldet, das nach langer Zeit wieder einen Diplomaten auf dem Chefsessel des Auslandsnachrichtendienstes haben wollte.
Schäuble hat in den vergangenen Monaten intern und öffentlich die Nachrichtendienste gegen Kritik verteidigt. Gegen eine derzeit diskutierte Geheimdienstreform macht er Front. Er intervenierte in dieser Sache auch im Kanzleramt.
Man dürfe, erklärte Schäuble, dem Dienst weder durch neue Regeln die Hände binden, noch die parlamentarische Kontrolle durch das Parlament zu sehr ausweiten. (dts Nachrichtenagentur)

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