
Autoproduktion (Archiv),
Foto: via dts Nachrichtenagentur
Brüssel – Die Kehrtwende der EU beim Verbrenner-Verbot sorgt einer neuen Studie zufolge für Unsicherheiten und mögliche Umsatzeinbußen auf dem E-Automarkt.
Durch die Abschwächung des CO2-Reduktionsziels für 2035 könnte der prognostizierte Anteil von Elektrofahrzeugen um 15 Punkte auf 85 Prozent sinken, wie aus Zahlen der Brüssler Denkfabrik T&E hervorgeht.
Die CO2-Emissionen von Kraftfahrzeugen würden gleichzeitig um zehn Prozent höher sein als bei den ursprünglichen Planungen, heißt es in der Studie, über die die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ berichten.
Neben E-Autos (und Wasserstoffantrieben) dürfen klassische Verbrenner weiterhin verkauft werden. Sowie verschiedene Hybridfahrzeuge und Elektroautos mit Range-Extender – einem Benzinmotor, der die Batterie während der Fahrt auflädt.
Für Sebastian Bock, Geschäftsführer von T&E Deutschland, ist das so, „als würde man auf mehrere Pferde wetten, wenn nur noch ein Pferd im Rennen ist“. Die Welt werde elektrisch, „aber unter dem Deckmantel der Technologieoffenheit sollen Investitionen in Technologien umgeleitet werden, die veraltet und damit schlecht für unsere Wirtschaft und das Klima sind“. Bock warnte: „So verlieren wir den Anschluss und langfristig noch mehr Arbeitsplätze in der deutschen Schlüsselindustrie.“
Der Studie zufolge löst der EU-Vorstoß bis 2050 einen zusätzlichen Ausstoß von 720 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent aus, eine Steigerung von zehn Prozent. In dieser Rechnung sind auch die Gutschriften für kohlenstoffarmen Stahl enthalten. (dts Nachrichtenagentur)
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