Berlin – Die Zahl der in Deutschland untergetauchten Ausländer ohne Papiere und Behördenkontakt nimmt nach Expertenschätzung zu. Migrationsforscherin Dita Vogel von der Universität Bremen geht bisher davon aus, dass zwischen 180.000 und 520.000 „irregulär aufhältige“ Ausländer in Deutschland leben, wie sie für das Jahr 2014 errechnet hat.
„Bisher gibt es noch keine neueren Berechnungen, aber Trendindikatoren sprechen für einen deutlichen Anstieg“, sagte die Wissenschaftlerin der „Welt am Sonntag“. Sie und ihre Kollegen schlossen – stark vereinfacht – von den Tatverdächtigen mit dem Aufenthaltsstatus „illegal“ in der bereinigten Polizeilichen Kriminalstatistik auf die Grundgesamtheit der Untergetauchten.
Vor einigen Wochen hatte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) die Legalisierung und Integration aller in Deutschland untergetauchten Ausländer gefordert. „Wir wissen, dass mindestens 200.000 Menschen illegal ohne jeden Behördenkontakt hier leben“, hatte Ramelow der „Welt“ gesagt. „Die sind Freiwild für Kriminelle. Die müssen wir auch registrieren und integrieren.“
Unter diesen „Papierlosen“ sind zum einen Menschen, die unentdeckt einreisten und noch nie Spuren bei einem Amt oder bei der Polizei hinterlassen haben. Die anderen – und sie sind die größere Gruppe – standen zwar in der Vergangenheit schon mit den Behörden in Kontakt, waren in irgendeiner Form gemeldet, tauchten aber irgendwann unter.
Unter ihnen finden sich Touristen, Studenten oder Arbeiter, die in Deutschland bleiben, nachdem ihr Visum abgelaufen ist. Und zu ihnen zählen auch Asylsuchende, die sich aus Angst vor einer Abschiebung während des Verfahrens oder nach der Ablehnung ausklinkten, keine staatliche Unterstützung mehr beziehen und nicht mehr für die Behörden erreichbar sind. (dts Nachrichtenagentur)

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