
Foto: dts nachrichtenagentur
Palma – Die Regionalpräsidentin der Balearen, Francina Armengol, sieht die bei deutschen Touristen beliebten spanischen Inseln gut gerüstet für die Wiederaufnahme des Tourismusbetriebs nach dem Corona-Alarmzustand.
„Die Regierung der Balearischen Inseln arbeitet intensiv daran, alles vorzubereiten, damit die Hotels wieder öffnen können und der Tourismus so schnell wie möglich wieder beginnen kann“, sagte Armengol den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
„Durch die Einrichtungen im Gesundheitssystem und die Vorbereitungen in den Hotels können die Balearen garantieren, dass Touristen hier sicher sind und eine schöne Zeit verbringen können.“ Mit einem Pilotprogramm sollen 4.000 bis 5.000 Touristen vor allem aus Deutschland bereits ab 15. Juni wieder auf die Inseln kommen dürfen, um die neuen Abläufe zu testen.
Anschließend will Spanien die Grenzen für Ausländer voraussichtlich am 21. Juni öffnen. „Glücklicherweise hatten Mallorca und die anderen Inseln im Vergleich zum Festland sehr wenige Erkrankte“, sagte die Sozialistin. Um eine zweite Ansteckungswelle zu verhindern, werde bei Touristen bei der Ankunft am Flughafen die Körpertemperatur gemessen, in geschlossenen Räumen und auf belebten öffentlichen Plätzen sollen sie Masken tragen.
Gruppen von bis zu 15 Personen dürfen gemeinsam an den Strand, zur nächsten Gruppe müssen sie einen Abstand von zwei Metern einhalten. Dies werde auch überwacht. Restaurants dürfen nur eine reduzierte Zahl an Tischen belegen. „Das müssen Touristen berücksichtigen – und besser einen Tisch reservieren“, sagte Armengol.
Die Regionalpräsidentin bezeichnete das Gesundheitssystem der Balearen als „sehr gut“, die Krankenhäuser seien auf mögliche Corona-Fälle „bestens vorbereitet“. Sollte es einen Fall von Covid-19 in einem Hotel geben, werde der Patient zunächst isoliert. Zudem würden nahestehende Personen ermittelt auf das Coronavirus getestet. „Es ist aber nicht vorgesehen, dass Hotels geschlossen werden und alle Gäste in Quarantäne müssen“, sagte Armengol.
Absage an Partytourismus
Partytouristen müssen auf den Balearischen Inseln vorerst mit starken Einschränkungen im Zuge der Coronakrise rechnen. Die Balearen wollen den Zeitpunkt der Wiedereröffnung von Nachtklubs, Diskotheken und Bars so lange wie möglich hinauszuzögern, kündigte Armengol an.
In diesen Einrichtungen sei das Infektionsrisiko am schwierigsten zu kontrollieren. „Wir möchten garantieren, dass Urlaub auf Mallorca sicher ist. Bis eine Impfung gegen das Coronavirus vorhanden ist, müssen wir wohl diesen Weg gehen“. Sie rechnet damit, dass die Auflagen zur Eindämmung von Covid-19 dazu beitragen werden, dass es künftig keine Party-Exzesse mehr auf den Balearen gibt. „Das Eimer-Saufen ist Geschichte“, sagte sie.
Die Balearen stünden für einen qualitativen und nachhaltigen Tourismus, Sport, Kultur und kulinarische Erlebnisse. Bereits 2019 hatte die Regionalregierung Maßnahmen ergriffen, um den Sauftourismus an den insbesondere bei deutschen und britischen Touristen beliebten Orten El Arenal und Magaluf einzudämmen. „Dieses Programm wird weiterhin verfolgt“, sagte die Regionalpräsidentin. (dts Nachrichtenagentur)
Gefällt Ihnen unsere Zeitung?
Fügen Sie den Pfalz-Express als bevorzugte Quelle bei Google hinzu. So verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten aus der Region.
⭐ Bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen
Diesen Artikel drucken



Palma – Die Ministerpräsidentin der Balearischen Inseln, Francina Armengol, hat dem Party-Sommer auf Mallorca eine vorläufige Absage erteilt. „Erst mit einer höheren ...
Die Ministerpräsidentin der teilautonomen Balearen, Francina Armengol, hat offene Kritik an der deutschen Reisewarnung für Mallorca geübt. „Wir respektieren sie, aber wir ...
Zagreb – Kroatien plant eine schrittweise Öffnung des Landes für den Sommertourismus 2020. „Die Anzahl der Touristen, die sich in den verschiedenen ...
Berlin – Die FDP dringt angesichts der angespannten Lage für Hotels und Gaststätten in der Coronakrise auf eine schnelle Lockerung der Maßnahmen. ...
Hannover – Nach der Reisewarnung für fast ganz Spanien hat der Reisekonzern Tui alle Pauschalreisen dorthin ab sofort und bis einschließlich 24. ...
Berlin – Zahlreiche deutsche Hoteliers sind in der Coronakrise bereit, ihre Hotels in Krankenstationen zu verwandeln. „Einige Häuser haben bereits ihre Bereitschaft ...
Berlin – Der Deutsche Städte- und Gemeindebund dringt auf eine weitere Lockerung der Corona-Beschränkungen. „Als Betreiber der öffentlichen Freibäder erwarten die Kommunen ...
Berlin- Nach der Entscheidung von Bund und Ländern, den Teil-Lockdown bis zum 10. Januar zu verlängern, drängen die Unions-Kommunalpolitiker auf eine Öffnungsperspektive ...
RLP. Zur geplanten Öffnung der Freibäder am 27. Mai haben der sportpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Dirk Herber und der kommunalpolitische Sprecher Gordon ...
Offenbachs Bürgermeister Axel Wassyl sieht dringenden Klärungsbedarf im Hygieneplan des Landes. „Als das Land seine ‚Zukunftsperspektive Rheinland-Pfalz´ am 13.05.2020 veröffentlichte, kamen noch ...
Schwerin – Im Corona-Stab der Staatskanzlei in Mecklenburg-Vorpommern wird aktuell daran gearbeitet, wieder Tagesgäste ins Land zu lassen. „Wir sind dabei, für ...












