
Foto: dts Nachrichtenagentur
Berlin – Der künftige europäische Corona-Impfnachweis ist wohl nicht fälschungssicher.
Das Gesundheitsministerium plant eine Regelung, nach der die im gelben Impfpass eingetragenen Impfungen umstandslos in Arztpraxen, Impfzentren oder in Apotheken auf den neuen EU-Impfausweis übertragen werden können, aber gestand die Sicherheitslücke in der „Welt am Sonntag“ ein.
Tatsächlich ist der Nachweis im gelben Impfbuch leicht zu fälschen. Entsprechend anfällig für Betrug soll das darauf aufbauende neue EU-Zertifikat sein. Bei der Prüfung der analogen Impfpässe sei „besondere Vorsicht geboten“, heißt es aus dem Gesundheitsministerium. Das gelte auch, wenn „die Informationen in einen digitalen Impfpass übertragen werden. Gleichzeitig wird gewarnt: „Fälschung von Impfpässen ist strafbewehrt.“
Die Hackervereinigung Chaos Computer Club (CCC) sieht die Verantwortung für die offene Sicherheitsflanke beim Gesundheitsministerium. Sprecher Matthias Marx sagte, beim Eintrag in den gelben Ausweis fehle die Absicherung gegen Fälscher komplett. „Das hätte man auch besser lösen können – mit Hologrammaufklebern etwa, mit geprägtem Papier, mit Materialien, die sich nicht jeder auf Amazon zusammenklicken kann.“ (dts Nachrichtenagentur/red)
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