
Foto: Schächter
Hauenstein. Auf hervorragende Resonanz stieß am Sonntag, 9. Februar 2025 der „EvenSong“ in der bis auf den letzten Platz gefüllten Hauensteiner Bartholomäuskirche.
Kirchenchor und Singkreis Schola hatten sich zu dieser Form des abendlichen Gottesdienstes mit besonderem musikalischem Schwerpunkt zusammengefunden und gestalteten ihn mit Chorsätzen unterschiedlichster Provenienz.
Pfarrer Ulrich Nothhof hatte diese bei uns noch nicht sehr vertraute Art, Gottesdienst zu feiern, angeregt und hatte einleitend die aus dem Bereich der anglikanischen Kirche stammende Tradition erläutert. Sie verbindet das Abend- und Nachtgebet der Kirche, die Vesper und die Komplet.
Zentrale Elemente sind dabei die beiden Lobgesänge aus dem Neuen Testament, das „Magnificat“, der Lobgesang Mariens aus der Vesper, und das „Nunc Dimittis“, der Lobgesang des Simeon aus der Komplet.
Über vierzig Sängerinnen und Sänger gestalteten unter der Leitung von Esther Busch den eindrucksvollen Gottesdienst mit Psalmen und neuen geistlichen Liedern, mit Melodien aus Taizè oder auch aus dem angelsächsischen Bereich.
Das „Magnificat“ erklang im Lied „Groß sein lässt meine Seele den Herrn“, das „Vater unser“ in einer Version von Nikolaj Rimskij-Korsakov. Musikalische Höhepunkte waren sicher „Zehntausend Gründe“ des Engländers Matt Redman und „Ubi Caritas“ der Amerikanerin Audrey Snyder. Begleitet wurde der Chor von Edith Seibel (Piano), Otto Ritter (Orgel), Bertold Braun und Norbert Memmer (Gitarre).
Neben den musikalischen Teilen gehörten auch Lesung und Fürbitten, Momente der Stille und der Segen zum Ablauf des Evensongs, dem Pfarrer Nothhof vorstand. In seiner kurzen Homilie unterstrich der Pfarrer, dass Glaube und Gebet sich einander bedingen.
Und er regte an, dass sich in der Pfarrei Gebetskreise bilden könnten. „Der EvenSong hat mein Herz berührt“, kommentierte eine Besucherin. Und ein anderer meinte: „Es war eine Form des Gottesdienstes, der mich zur Ruhe und zur inneren Einkehr führte.“ Nicht zuletzt wurde auch die Bitte laut, solche Gottesdienstformen zu wiederholen.
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