
Auch beim Neuwagen-Kauf könnten sich die Pläne der EU-Kommission zur Reduktion des Kohlendioxidausstoßes bemerkbar machen. Foto: Daimler AG
Brüssel – Die ehrgeizigen Pläne der EU-Kommission zur Reduktion des Kohlendioxidausstoßes von Neuwagen werden Autokäufer nach der „Welt“ vorliegenden Informationen teuer zu stehen kommen.
Eine Studie des Instituts für Kraftfahrzeuge (IKA) an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen kommt zu dem Ergebnis, dass der Zielwert von 95 Gramm pro Kilometer „nur sehr schwierig eingehalten werden kann“ – und zwar nur zu erheblichen Mehrkosten für Hersteller und Autokäufer.
Der Expertenbericht rechnet mit zusätzlichen Anschaffungskosten für einen Neuwagen von „2.800 bis 3.600 Euro“. Das IKA widerspricht darin der Ansicht der EU-Kommission, dass Autofahrer alle Zusatzkosten durch geringeren Treibstoffverbrauch ausgleichen können. Die tatsächliche Mehrbelastung für – nach Abzug des Sparpotenzial an der Zapfsäule – berechnen die Experten mit bis zu 1.700 Euro, die von Herstellern und Kunden getragen werden müssten.
Das Bundeswirtschaftsministerium, das die Studie in Auftrag gegeben hat, fürchtet in einer Stellungnahme, das könne sich „nachteilig auf die Innovations- und Investitionsbereitschaft auswirken“ – oder, wenn Hersteller die Kosten schlicht abwälzen, die Nachfrage dämpfen. In einer zweiten Studie, die sich mit den Mehrkosten der Klimaregulierung für leichte Nutzfahrzeuge befasst, weist das IKA für diese Fahrzeugklasse noch höhere Mehrkosten nach: Rund 6.600 Euro betrüge die Mehrbelastung dort. (red/dts Nachrichtenagentur)
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