
Foto: dts nachrichtenagentur
Berlin – Die Bundesregierung hält es weiter für offen, ob die Coronakrise in absehbarer Zeit bewältigt werden kann. Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) sagte dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“: „Wir können noch nicht sagen, ob es gelingt, aber wir kämpfen dafür.“
Entscheidend sei, wie sehr das Infektionsgeschehen verlangsamt werden könne und ob es gelinge, zusätzliche Kapazitäten im Gesundheitswesen zu schaffen. Wichtig sei auch, dass Krankheitsverläufe abgeschwächt würden. „Das Land ist wie ein Tanker, der ganz, ganz langsam wendet. Deswegen müssen wir noch eine Weile abwarten“, sagte Braun.
Zuversichtlich stimme ihn aber, dass viele Menschen ihr Verhalten verändert hätten. Unklar ist laut dem Kanzleramtschef auch noch, wie Bundes- und Länderregierungen mit den nun verhängten Beschränkungen nach Ostern umgingen.
„Man kann sich auch andere Maßnahmen überlegen, die nicht als Verschärfung empfunden werden, sondern uns helfen, die Infektion sketten zu unterbrechen“, sagte Braun. „Wichtig ist, Kontaktpersonen von Infizierten zu finden, so dass es nicht zu weiteren Ansteckungen kommt.“
Handydaten könnten dabei hilfreich sein. „Eine Anwendung wie in China, wo das komplette Bewegungsprofil der Menschen aufgezeichnet wird, können wir uns nicht vorstellen. Das wäre ein schwerwiegender Eingriff in die persönliche Freiheit“, sagte Braun.
Es reiche, wenn nur aufgezeichnet werde, wenn zwischen zwei Menschen ein engerer Kontakt als mit 1,5 Metern Abstand stattgefunden habe. „Daraus muss keine Namensliste entstehen. Es ist ja schon hilfreich, wenn die Kontaktpersonen eines Infizierten automatisch und anonym informiert werden. Dann können Sie in Quarantäne gehen und sich testen lassen.“ (dts Nachrichtenagentur)
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