
Baustellenbesprechung vor dem Neubau
Foto: Verbandsgemeindeverwaltung Edenkoben
Roschbach. Wo normalerweise gespielt, gelernt und gemeinsam der Kita-Alltag gestaltet wird, bestimmen derzeit noch Handwerker, Baumaterial und Baumaschinen das Bild.
Bei einem Besuch auf der Baustelle der kommunalen Kindertagesstätte Roschbach machten sich Bürgermeister Daniel Salm, der Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde, Eberhard Frankmann, sowie Roschbachs Ortsbürgermeister Marco Brutscher und der Erste Beigeordnete der Ortsgemeinde Roschbach, Günter Rheinwalt, ein Bild vom aktuellen Stand der Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen.
Ebenfalls vor Ort waren die Ortsbürgermeister Peter Henrich aus Flemlingen und Thorsten Rothgerber aus Gleisweiler, Kita-Leiterin Anja Besenbeck, Jürgen Mayrock von der Verbandsgemeindeverwaltung sowie Architekt Kristoph Reinwalt und dessen Mitarbeiter Simon May.
Dabei wurde deutlich: Die Erweiterung nimmt zunehmend Gestalt an. Die Konstruktion des zweigeschossigen Holzbaus steht bereits. Beim anschließenden Rundgang hinter dem Bauzaun konnten sich die Beteiligten einen direkten Eindruck vom Baufortschritt und den künftigen Räumlichkeiten verschaffen. Während der Neubau weiter Form annimmt, läuft der Kita-Betrieb im bestehenden Gebäude trotz der Baumaßnahmen weiterhin.
Die Erweiterung erfolgt in Holzständerbauweise und schafft künftig zusätzliche Räume für die Betreuung der Kinder. Geplant sind unter anderem ein weiterer Gruppenraum sowie zusätzliche Flächen zum Essen, Schlafen, Ruhen und Spielen. Auch die Wickel- und Sanitärbereiche werden erweitert. Hinzu kommen ein Team- und Leitungszimmer, zusätzliche Personal-WCs sowie eine neue Küche mit Speisekammer.
Parallel zum Neubau wurde auch der bestehende Gebäudeteil umgestaltet. Während der letzten drei Ferienwochen wurden unter anderem neue Bodenbeläge verlegt, Wände versetzt, Leitungen erneuert und Räume neu gestrichen.
Die Aufteilung der Nebenräume wurde verändert, ein zusätzliches Personal-WC geschaffen und eine dezentrale Be- und Entlüftungsanlage eingebaut. Um den Kita-Betrieb während der Bauzeit aufrechterhalten zu können, wurden einzelne Bereiche innerhalb der Einrichtung verlagert und neu organisiert.
Als nächstes stehen die Dacheindeckung und weitere Arbeiten an der Fassade an. In den kommenden Wochen sollen außerdem die Fenster im Obergeschoss eingebaut werden. Anschließend folgen der Innenausbau sowie der Einbau der Fluchttüren und der Fluchttreppe.
Auch wenn es während der Bauphase einzelne Herausforderungen gab, kommt die Maßnahme gut voran. So nahm die Verlegung des neuen Bodenbelags mehr Zeit in Anspruch als ursprünglich vorgesehen. „Dass wir trotzdem so gut im Zeitplan liegen, ist vor allem der engen Zusammenarbeit zwischen der Verwaltung, der Planung und den beteiligten Firmen zu verdanken“, erklärte Architekt Kristoph Reinwalt.
Durch die regelmäßige Abstimmung und eine konsequente Begleitung der Arbeiten könne schnell reagiert werden, wenn es auf der Baustelle an der einen oder anderen Stelle nachzusteuern gelte. Besonders erfreulich sei zudem, dass zahlreiche regionale Firmen an der Umsetzung des Projekts beteiligt seien.
Eine Besonderheit des Neubaus ist seine Ausrichtung: Der Baukörper entsteht in Richtung Straße, sodass möglichst viel vom bestehenden Außengelände der Kita erhalten bleiben kann. Für die Gruppenräume wurde außerdem bereits eine Vorbereitung für eine mögliche Klimatisierung berücksichtigt. Über deren Umsetzung wird der Gemeinderat noch entscheiden. Auch der Blick aus den künftigen Räumlichkeiten bietet ein besonderes Panorama: „Das wird wahrscheinlich der schönste Ausblick einer Kita in der Verbandsgemeinde“, stellte Kita-Leiterin Anja Besenbeck fest.
Die Erweiterung der Kita war ursprünglich notwendig geworden, um ausreichend Betreuungsplätze und damit den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz langfristig sicherzustellen. Seit Beginn der Planungen hat sich die Situation jedoch verändert: Die Kinderzahlen in Roschbach und Flemlingen sind rückläufig. Gleichzeitig eröffnet die Erweiterung nun neue Perspektiven, denn künftig werden auch Kinder aus Gleisweiler in der kommunalen Kita Roschbach aufgenommen.
Bürgermeister Daniel Salm sieht darin einen wichtigen Vorteil der gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit: „Die Gemeinden im Kita-Bereich zu bündeln, ist eine Zukunftsentscheidung. Gerade vor dem Hintergrund der finanziellen Herausforderungen, vor denen die Kommunen stehen, können wir durch gemeinsame Lösungen wirtschaftlicher handeln und vorhandene Kapazitäten sinnvoll nutzen.“
Dass Gleisweiler künftig in die gemeinsame Lösung eingebunden werden könne, sei dabei ein weiterer wichtiger Baustein. „So können wir die wirtschaftliche Finanznot der einzelnen Gemeinden ein Stück weit ausgleichen und gleichzeitig langfristig eine gute Betreuung für die Kinder sicherstellen.“
Die Gesamtkosten der Maßnahme liegen derzeit bei rund 1,43 Millionen Euro. Das Projekt wird durch Fördermittel des Landes und des Landkreises unterstützt. Insgesamt belaufen sich die bewilligten Zuschüsse auf rund 712.000 Euro.
Wenn die weiteren Arbeiten wie geplant verlaufen, soll die Baumaßnahme bis zum Frühjahr 2027 abgeschlossen sein. Der Bezug der neuen und umgestalteten Räume dann im Anschluss folgen. Bis dahin wird sich hinter dem Bauzaun noch einiges verändern. Beim Rundgang war jedoch bereits deutlich zu erkennen, wie die Kita Roschbach Schritt für Schritt Gestalt annimmt. (Verbandsgemeindeverwaltung Edenkoben)
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