Montag 12.Oktober 2026

Bis zu 450 Grad: „Hidden Champion“ AURA entwickelt Hightech-Anlagen in Germersheim

7. Oktober 2026 | Kategorie: Kreis Germersheim

Vv.l.n.r.: Geschäftsführer Patric Burkhart, Kreiswirtschaftsförderin Maria Farrenkopf, Landrat Martin Brandl, Stadtbeigeordneter Sascha Hofmann, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Pfalz, Tibor Müller. Foto: AURA

Rohöl reinigen, Brotteiglinge vorbacken oder Papier glätten: Die AURA GmbH & Co. KG aus Germersheim entwickelt Wärmeanlagen für ganz unterschiedliche Industriezweige. 

Wie die Technik dahinter funktioniert, haben sich Landrat Martin Brandl, der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Tibor Müller, Stadtbeigeordneter Sascha Hofmann und Kreiswirtschaftsförderin Maria Farrenkopf bei einem Besuch des Unternehmens in der Siebbeinstraße angesehen.

AURA arbeitet ausschließlich im Projektgeschäft. Das bedeutet: Die Anlagen werden individuell nach den Anforderungen des jeweiligen Kunden entwickelt und gebaut. Eine Serienproduktion identischer Systeme gibt es nicht.

Wärme muss exakt gesteuert werden

Zum Einsatz kommen die Anlagen beispielsweise bei der thermischen Reinigung von Rohöl, beim Vorbacken von Brotteiglingen oder beim Glätten von Papier. Je nach Anwendung werden Temperaturen von bis zu 450 Grad benötigt. Dabei geht es nicht nur darum, hohe Temperaturen zu erreichen. Die Wärme muss während des Produktionsprozesses präzise gesteuert und zuverlässig auf dem benötigten Niveau gehalten werden.

Für seine Technik wurde das Germersheimer Unternehmen im April von der TechnologieRegion Karlsruhe als „Hidden Champion“ ausgezeichnet.

Zurückhaltende Investitionen machen AURA Sorgen

Beim Unternehmensbesuch ging es auch um die aktuelle wirtschaftliche Lage. Geschäftsführer Patric Burkhart berichtete von einer zunehmenden Zurückhaltung bei Investitionen in Deutschland.

Hohe Energie- und Lohnkosten führten nach seiner Einschätzung dazu, dass Unternehmen Investitionen in neue Maschinen und Anlagen verschieben. Für AURA macht sich das unmittelbar bemerkbar, da das Unternehmen vom Projektgeschäft und damit von neuen Aufträgen abhängig ist.

Mit dem Standort Germersheim selbst zeigt sich das Unternehmen dagegen zufrieden. Die Infrastruktur in der Siebbeinstraße passe gut zu den Anforderungen des Betriebs.

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