
Volkswagen-Werk
Foto: dts Nachrichtenagentur
Wolfsburg – Der Volkswagen-Konzern hat 2025 einen dramatischen Einbruch seiner Erträge verzeichnet und reagiert mit einer deutlichen Verschärfung seines Sparkurses.
Das operative Ergebnis halbierte sich nahezu, während Vorstandschef Oliver Blume in einem Brief an die Aktionäre ankündigte, bis 2030 insgesamt rund 50.000 Stellen im deutschen Konzern abzubauen – deutlich mehr als die bisher vereinbarten 35.000.
Wie der Autobauer am Dienstag mitteilte, sank das Ergebnis nach Steuern im Geschäftsjahr 2025 um 44 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro (Vorjahr: 12,4 Milliarden Euro). Das operative Ergebnis brach sogar von 19,1 Milliarden Euro auf 8,9 Milliarden Euro ein.
Als Hauptgründe nannte VW die US-Zölle, hohe Aufwendungen für die Anpassung der Porsche-Produktstrategie, negative Währungseffekte sowie ungünstige Preis- und Mix-Effekte. Zwar hätten Einsparungen aus laufenden Kostenprogrammen Teile der Belastungen abfedern können – dennoch fiel die operative Umsatzrendite auf nur noch 2,8 Prozent.Der Umsatz ging leicht um 0,8 Prozent auf knapp 322 Milliarden Euro zurück.
Für 2026 erwartet der Konzern nun ein moderates Umsatzwachstum zwischen 0 und +3 Prozent sowie eine operative Rendite von 4,0 bis 5,5 Prozent. Allerdings warnte VW vor erheblichen Risiken: geopolitische Spannungen, Handelsbeschränkungen, steigender Wettbewerbsdruck, volatile Rohstoff- und Energiemärkte sowie strenge Emissionsvorschriften belasten das Umfeld massiv.
Vor diesem Hintergrund kündigte Oliver Blume eine Ausweitung des Personalabbaus an. Statt der Ende 2024 mit den Gewerkschaften vereinbarten 35.000 Stellen bis 2030 (vor allem bei der Kernmarke VW) sollen nun rund 50.000 Arbeitsplätze im gesamten Konzern in Deutschland entfallen.
Der erweiterte Sparkurs soll den Konzern in der Transformation zur Elektromobilität und angesichts hoher Kostenbelastungen wieder wettbewerbsfähig machen. Die Ankündigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die deutsche Autoindustrie ohnehin unter massivem Druck steht – mit sinkenden Absätzen, hohen Transformationskosten und zunehmender Konkurrenz insbesondere aus China.
Bei Volkswagen soll der Abbau weiterhin sozialverträglich erfolgen, vor allem über Altersteilzeit, Abfindungen und natürliche Fluktuation. Dennoch dürfte die Nachricht bei Belegschaft und Gewerkschaften für erhebliche Unruhe sorgen.

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