
Paul von Hindenburg war, laut Befürworter der Straßenumbenennung, der „Steigbügelhalter des Nationalsozialismus“.
Quelle: Stadt Landau
Landau. Alle, die sich in einer Stadt wie Landau durch den öffentlichen Raum bewegen, ein Geschäft betreiben oder hier wohnen, brauchen sie: Straßennamen.
Sie helfen bei der Orientierung, können identitätsstiftend sein und gehören zur Erinnerungskultur. Die Benennung einer Straße nach einer Person ehrt und würdigt diese für ihr Lebenswerk. In Landau ist wie in vielen Städten und Gemeinden eine öffentliche Diskussion darüber entbrannt, ob alle Straßennamensgeber aus heutiger Perspektive noch eine Würdigung verdienen. Im Zentrum: Paul von Hindenburg, Ludwig Kohl-Larsen und Hans Stempel. Für sie hat der Rat der Stadt Landau eine Umbenennung beschlossen.
Oberbürgermeister Dominik Geißler teilt die Meinung der Stadtratsmehrheit, spricht von einer „weisen und guten Entscheidung“ und bekräftigt, dass die drei Namensgeber aus heutiger Sicht nicht mehr ehrungswürdig seien. Dominik Geißler: „Landau steht für eine demokratische, moderne Erinnerungskultur. Wir gehen sensibel, geschichtsbewusst und zeitgemäß mit der Vergangenheit um. Und: Wir stellen uns der Aufgabe, die Erinnerungskultur in Landau wissenschaftlich und demokratisch fundiert zu gestalten. Deshalb ehren wir Personen nur dann mit Straßennamen, wenn sie auch ehrungswürdig sind.“
Daher bittet er die Landauer, beim anstehenden Bürgerentscheid zur Frage „Sollen die Straßennamen Kohl-Larsen-Straße, Hindenburgstraße, Hans-Stempel-Straße erhalten bleiben?“ mit NEIN zu stimmen.
Über die Frage, ob die drei Straßen wie vom Stadtrat beschlossen in Am Zoo, Maria-Sibylla-Merian-Straße und Margot-Stempel-Lebert-Straße umbenannt werden, entscheiden am Sonntag, 23. Februar 2025, die Landauer. Um ihnen die Möglichkeit zu geben, sich noch einmal über alle Aspekte einer Umbenennung zu informieren, lädt die Stadtverwaltung am Mittwoch, 15. Januar 2025, zu einer Infoveranstaltung ein.
Beginn im Alten Kaufhaus ist um 18 Uhr. Bei der Veranstaltung haben nicht nur die Stadt, sondern auch die Vertreter der Bürgerinitiative gegen die Umbenennung der drei Straßen die Möglichkeit, ihre Perspektiven und Argumente vorzubringen. Oberbürgermeister Dominik Geißler lädt alle interessierten Landauer herzlich zu der Veranstaltung ein.
Wer sich bereits vorab informieren möchte, findet den Prüfbericht des Stadtarchivs zu den Landauer Straßennamen, die Biographien der umstrittenen Straßennamensgeber und viele weitere Informationen auf dem Beteiligungsportal der Stadt Landau: https://mitredeninLD.de.
Für alle Interessierten, die keinen Zugang zum Internet haben, können Informationen zur Straßenumbenennung auch per Post angefordert werden. Das geht im neuen Jahr telefonisch unter 0 63 41/13 14 00.

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