
Foto: dts Nachrichtenagentur
In der Europäischen Union wächst die Besorgnis vor einem Engpass bei bestimmten Medizinprodukten.
Die EU-Kommission spricht inzwischen von einer „kritischen Situation“, weil bis 2024 rund 20.000 Medizinprodukte eine neue Zertifizierung benötigen, berichten Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
Hintergrund ist eine neue EU-Medizinprodukte-Verordnung als Konsequenz aus dem Skandal um mangelhafte Brustimplantate. Bis 2024 müssen deshalb rund 20.000 Medizinprodukte wie Katheter, Herzschrittmacher, Röntgengeräte, Prothesen oder chirurgische Instrumente neu zertifiziert werden, auch wenn sie schon lange verwendet werden. Doch die Zertifizierung dauert länger als gedacht, ist oft kostspielig und nach Angaben betroffener Hersteller mit enormer Bürokratie verbunden.
Hersteller auch in Deutschland fürchten jetzt nicht nur die langen Wartezeiten und den großen Aufwand – sie vermeiden teilweise auch die Prozedur und nehmen einzelne Produkte lieber vom Markt. In der Kommission heißt es, man sei „sehr besorgt“ über die Kapazitäten zur Zertifizierung und die Vorbereitungen der Hersteller.
Der EU-Abgeordnete und Gesundheitsexperte Peter Liese (CDU) hatte zuvor erklärt: „Die medizinische Versorgung in der EU ist in höchster Gefahr. Viele lebenswichtige Medizinprodukte stehen vor dem Aus“. Auch Ärzteorganisationen zeigen sich besorgt.
Zu den besonders betroffenen Bereichen zählen nach Ärzte-Angaben die Kinderchirurgie und Kinderkardiologie. Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie fürchtet, dass bald Operationstermine abgesagt werden müssen, weil beispielsweise passende Prothesen fehlten. Die Kommission will nun bei der nächsten Sitzung der EU-Gesundheitsminister im Dezember „klare Orientierungen für Lösungen“ vorlegen. (dts Nachrichtenagentur)
Gefällt Ihnen unsere Zeitung?
Fügen Sie den Pfalz-Express als bevorzugte Quelle bei Google hinzu. So verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten aus der Region.
⭐ Bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen
Diesen Artikel drucken



Damaskus – Der syrische Machthaber Baschar al-Assad hat sich unter bestimmten Bedingungen zu einer Waffenruhe bereit erklärt. Es müsse verhindert werden, dass ...
Berlin – Der Nachschub an medizinischen Masken ist in Deutschland weiter dürftig. Die Pharmagroßhändler berichten von leeren Lagern: „Auch wenn wir unsere ...
Berlin – Das Bundeskartellamt zeigt sich besorgt über die weitere Zunahme der Marktmacht von Amazon im deutschen Online-Handel während der Coronakrise. Das ...
Berlin – Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet für Deutschland keinen Ölversorgungsengpass durch die Anschläge auf die Raffinerie Abkaik in Saudi-Arabien. ...
Berlin/ Jerewan – Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier zeigt sich äußerst beunruhigt über die jüngste Entwicklung in der Region Bergkarabach. „Ich bin in großer ...
Pjöngjang/Seoul (dts Nachrichtenagentur) – Nordkorea hat laut Berichten aus Südkorea am Donnerstag (Ortszeit) eine Rakete oder ein vergleichbares „Projektil“ abgefeuert. Dieses sei ...
Berlin – Der Verband der Automobilindustrie (VDA) und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) kritisieren die Strategie der Bundesregierung zum Ausbau ...
Berlin – Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht keinen Grund für größere Besorgnis anlässlich der inzwischen vier bestätigten Coronavirus-Fälle in Deutschland. „Wir sind ...
Brüssel – Verbraucher in der Europäischen Union (EU) werden sich möglicherweise ab Sommer schwer tun, neue elektronische Geräte wie Handys oder Navigationsgeräte ...
Hannover – Die Rufe aus der Wirtschaft werden lauter, der Staat möge sich um die zehntausenden schlachtreifen Tiere in der Schweinepest-Sperrzone in ...
Berlin – Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den Entwurf für den Haushalt 2021 gebilligt. Außerdem wurde der Finanzplan bis 2024 beschlossen, teilte ...
Ein Expresskredit ist besonders dafür konzipiert, um kurzfristig ein finanzielles Problem zu lösen. Es handelt sich um einen Minikredit, der üblicherweise bis ...












