Mountain View – Die neue Brille des kalifornischen Medienriesen Google namens „Glass“, die Fotos und Videos aufnehmen kann, hat unter Experten eine hitzige Debatte hervorgerufen.
Datenschützer kritisieren, dass durch „Glass“ Menschen heimlich überwacht werden könnten. Der Blogger Mark Hurst befürchtet zudem, dass schlussendlich alle aufgenommenen Daten auf den Servern des Unternehmens gespeichert und missbraucht werden könnten. Google selbst äußerte sich bislang nicht offiziell zu den Bedenken.
Laut dem Unternehmen soll die Technik der Brille eine „erweiterte Realität“ (augmented reality) erschaffen. Neben der Möglichkeit Fotos oder Videos zu erstellen, soll es möglich sein, Informationen in das Sichtfeld der Brille einzublenden. Die Nutzer könnten sich Informationen aus dem Internet, wie Wegbeschreibungen, Nachrichten oder Wetterdaten anzeigen lassen. Auch das Versenden von Nachrichten oder Videotelefonie sollen zu den Funktionen der Brille gehören.
„Google Glass“ war erstmals im Frühjahr letzten Jahres angekündigt worden und soll voraussichtlich Ende diesen Jahres in den Handel kommen. Bei der Markteinführung könnte eine Augmented-Reality-Brille wie „Glass“ Schätzungen zufolge rund 400 US-Dollar kosten.
Übersicht – mit der Brille soll möglich sein:
- Navigation
- Telefonieren
- Videotelefonate
- Livestream
- Nachrichten
- SMS
- Chatten
- Adressverwaltung
- Terminverwaltung
- Notizbuch
- Fotografieren
- MP3-Player
- Infos zu Sehenswürdigkeiten oder Gebäuden
- Freunde in der Nähe suchen können
- Wetterdaten
- Aktuelle Sicht mit anderen teilen
- Bestellungen z. B. Eintrittskarten[
- in Geschäften könnte die Datenbrille die Preise und verfügbaren Größen von Schuhen oder Bekleidung einblenden
- Videos filmen
Nur die Gesichtserkennung soll ausgeschlossen werden. Die Brille soll mit normalen Brillen kombinierbar sein. (red/dts Nachrichtenagentur)

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