
Symbolbild: Pfalz-Express
Kreis Germersheim – Die Koordinierungsstelle der Kreisverwaltung Germersheim prüft derzeit Objekte und Räumlichkeiten, in denen wegen der Corona-Krise ein Notkrankenhaus mit entsprechender Ausstattung entstehen soll.
Um über ausreichend Personal zu verfügen, benötigt es Unterstützung durch Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger oder Menschen mit einer Ausbildung im Rettungsdienst.
„Es ist wichtig, der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus immer einen Schritt voraus zu sein. Deshalb breiten wir uns im Landkreis Germersheim auch auf Szenarien vor, von denen wir hoffen, dass sie letztlich nicht eintreten“ – mit diesen Worten wirbt Landrat Dr. Fritz Brechtel um breite Unterstützung aus der Bevölkerung. Der Aufruf richtet sich an alle Menschen, die eine medizinische Ausbildung haben, um bei der Eröffnung eines Notkrankenhauses die entsprechende personelle Ausstattung zu haben.
Wer zu diesem Personenkreis zählt und sich körperlich in der Lage sieht unterstützen zu können, wird dringend gebeten, sich unverzüglich mit der Kreisverwaltung in Germersheim in Verbindung zu setzen.
Die Meldung kann telefonisch erfolgen, Tel. 07274/53-410, oder per E-Mail an Notkrankenhaus@kreis-germersheim.de. Das Telefon ist ab morgen, Freitag, von 8 bis 14 Uhr und am Samstag von 10 bis 12.30 Uhr erreichbar.
Ab der nächsten Woche ist das Telefon ab 8 Uhr morgens besetzt. Wichtig sind Angaben zu Erreichbarkeit, Ausbildung und Verfügbarkeit. Die Koordinierungsstelle wird sich mit den Freiwilligen direkt in Verbindung setzen.
„Wir werden ein Notkrankenhaus vorhalten, um auf die nächste Eskalationsstufe vorbereitet zu sein. Je eher es uns allerdings gelingt, die Kurve der weiteren Ausbreitung flach zu halten, desto besser überstehen wir alle diese Krisensituation“, mahnt Brechtel zur Vernunft und dazu, zuhause zu bleiben.
Im Moment, Stand 19. März, 15,30 Uhr, gibt es 24 Corona-Fälle im Kreis – vier mehr als am Vortag. (red)
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