Montag 12.Oktober 2026

Kommunen fordern „völligen Neustart“ beim Katastrophenschutz

18. April 2022 | Kategorie: Politik

THW-Einsatz
Foto: über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Der Städte- und Gemeindebund fordert einen „völligen Neustart“ beim zivilen Katastrophen- und Bevölkerungsschutz.

Zu den Gefahren des Klimawandels wie Hitze und Überschwemmungen kämen jetzt Kriegsszenarien und Cyberbedrohungen, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Notwendig seien ein funktionsfähiges Alarmsystem, eine bessere Ausrüstung der Feuerwehr und die Bevorratung von Lebensmitteln, Medikamenten und Geräten wie Notstromaggregate für Kliniken. Mit Blick auf mögliche Kriegsgefahren müssten auch neue Konzepte für Schutzräume entwickelt werden.

Landsberg rief die Bürger dazu auf, mehr Eigenvorsorge zu betreiben. Der Staat könne „auch in Notsituationen nicht immer und überall leistungsfähig“ sein, sagte er.

„Deswegen ist zum Beispiel die Eigenbevorratung mit Wasser und Lebensmittel für 14 Tage das Gebot der Stunde.“ Zugleich forderte der Städte- und Gemeindebund „mehr Planung und Realitätssinn“ bei der Aufnahme von Menschen aus der Ukraine.

Die Flüchtlinge müssten schnell registriert und gleichmäßig im Bundesgebiet verteilt werden. Unverzichtbar sei „eine Offensive zur Schaffung von zusätzlichen Kitaplätzen und Plätzen in der Schule, da insbesondere die Zahl der vertriebenen Kinder weiter steigt“, so Landsberg.

Quereinsteiger auch aus dem Kreis der Vertriebenen müssten schnell eine Perspektive als Lehrer oder Erzieher bekommen. (dts Nachrichtenagentur) 

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