Dienstag, 07. Juli 2020

Forsa: Grüne erstmals vor Union

1. Juni 2019 | 14 Kommentare | Kategorie: Nachrichten, Politik

Symbolbild: dts Nachrichtenagentur

Berlin  – Die Grünen haben in der neuesten Forsa-Umfrage in der Wählergunst deutlich zugelegt. Laut der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts für RTL und n-tv, die am Samstag veröffentlicht wurde, legen die Grünen im Vergleich zur Vorwoche um neun Prozentpunkte zu und kommen aktuell auf 27 Prozent der Stimmen.

Damit liegen die Grünen erstmals seit ihrer Gründung vor der Union, die zwei Prozentpunkte verliert und aktuell bei 26 Prozent liegt. Die SPD verliert im Vergleich zur Vorwoche fünf Prozentpunkte und kommt auf 12 Prozent der Stimmen. Das ist laut Forsa der niedrigste jemals auf Bundesebene gemessene Wert.

Die AfD verliert zwei Prozentpunkte und liegt bei 11 Prozent. Die FDP bleibt unverändert bei 8 Prozent. Die Linke verliert zwei Prozentpunkte und kommt auf 7 Prozent der Stimmen. Für eine der sonstigen Parteien würden sich 9 Prozent der Befragten entscheiden.

Das große Interesse am Ausgang der Europawahl und den Reaktionen darauf hat zu einer höheren Mobilisierung der Wähler geführt, so dass sich derzeit nur 17 Prozent nicht an einer Bundestagswahl beteiligen wollen beziehungsweise unentschlossen sind, welcher Partei sie ihre Stimme geben würden.

Bei der Kanzlerpräferenz musste CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer in der Woche nach der Europawahl weitere deutliche Sympathie-Verluste verzeichnen. Wenn die CDU-Chefin gegen die SPD-Chefin Andrea Nahles anträte, würden 24 Prozent der Bundesbürger sich für die CDU-Chefin entscheiden – ein Minus von sechs Prozentpunkten gegenüber der Vorwoche. Nahles käme unverändert auf 13 Prozent.

Wenn Kramp-Karrenbauer gegen den Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) anträte, käme sie auf 21 Prozent (minus 5 Prozentpunkte). Scholz würde um einen Prozentpunkt auf 26 Prozent steigen und damit erstmals vor Kramp-Karrenbauer liegen.

„Union und SPD haben weitgehend ignoriert, dass schon bei den Landtagswahlen in Bayern und Hessen viele ihrer früheren Wähler aus der liberalen Mitte zu den Grünen abgewandert sind und haben sich eher um den linken beziehungsweise rechten Rand des Wählerspektrums gekümmert. Nach der Europawahl rächt sich zudem, dass beide Parteien sich den Abwanderern zu den Grünen mit einem stärkeren Engagement beim Klimaschutz anbiedern wollen. Doch damit stärkt man – wie die aktuellen Daten zeigen – nur das grüne Original“, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner der Mediengruppe RTL.

Für die Erhebung wurden im Zeitraum vom 27. bis zum 31. Mai insgesamt 2.001 Personen befragt. (dts Nachrichtenagentur)

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14 Kommentare auf "Forsa: Grüne erstmals vor Union"

  1. Aufgewachte sagt:

    „Deutschland schafft sich ab“, dass sich diese Aussage so schnell bewahrheiten würde, hätte ich nicht gedacht. Aber wenn die Linksradikalen mit ihren Klimalügen, mit ihrer Genderideologie und sonstigem Irrsinn so schnell die Menschen täuschen können, dann kann es um die Denkfähigkeit der Deutschen nicht gut bestellt sein. Na ja, ein schneller Untergang ist jedenfalls besser als ein langes Siechtum.

  2. Helga sagt:

    Plötzlich kommen sogar FDP und AfD mit Umwelt- und Klimathemen an. CDU, CSU und SPD würden lieber gestern als heute etwas für unser Klima tun. Was glauben diese Parteien, dass die Wähler doof sind? Wir wissen ganz genau, dass ohne Beteiligung der Grünen nur sehr wenig für Umwelt und Klima gemacht wird.
    Diese großartigen Umfragewerte zeigen, dass die Wähler lieber die Profis für diese schwere Aufgabe wollen. Und einen beliebten Kanzlerkandidaten hätten die Grünen auch schon.

    • eliza doolittle sagt:

      „Wir wissen ganz genau, dass ohne Beteiligung der Grünen nur sehr wenig für Umwelt und Klima gemacht wird.“

      Grüne lassen den uralten Märchenwald in Hessen abholzen
      NEOPresse 27.10.18

      Die Grünen in Hessen lassen den Reinhardswald abholzen. Teile des Naturparks sollen Windrädern weichen. Während sich die Grünen noch immer als Partei des ökologischen Gewissens und als Inbegriff des Naturschutzes verkaufen, haben sie als Regierungspartei wenig Skrupel, im Namen der Energiewende jahrhundertealte Baumbestände abholzen zu lassen.

      Windparks zu errichten bedeutet nicht nur Abholzung alter Bäume. Intakte Ökosysteme werden zerschnitten, Böden versiegelt und Fundamente erreichtet, um Windfabriken von der Höhe des Kölner Doms in den Wald zu stellen. Der Verlust gewachsener Wälder …

    • Aufgewachte sagt:

      Ja, „löst endlich die CDU und SPD auf und springt alle in den grünen Mustopf.“

      • eliza doolittle sagt:

        nicht so pessimistisch, meine liebe!

        ich grüße sie mit
        Friedrich Hölderlin – Gedichte – zeno org/Literatur
        (wir hatten es schon einmal)

        Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.

  3. eliza doolittle sagt:

    folgerichtig!

    Junge Freiheit 06.06.18
    Grünen-Chef Robert Habeck – Mit Deutschland weiß er nichts anzufangen

    „Patriotismus, Vaterlandsliebe also, fand ich stets zum Kotzen. Ich wusste mit Deutschland nichts anzufangen und weiß es bis heute nicht.“
    Robert Habeck: Patriotismus: ein linkes Plädoyer, Bertelsmann, Gütersloh 2010, …

    nordschleswiger dk/de/deutschland-suedschleswig/ich-bin-nicht-nur-da-zuhause…. – 15.09.18
    … dass der grüne Spitzenpolitiker mit seiner Frau Andrea Paluch eine Vorliebe zu Dänemark teilt, dass er fließend Dänisch spricht, die dänische Nationalfahne, den Dannebrog, als festliches Symbol nutzt und dass seine vier Söhne in engem Kontakt zur dänischen Minderheit aufgewachsen sind, den dänischen Kindergarten und die dänische Schule besucht haben.

    • eliza doolittle sagt:

      ps

      Übergangszeit als Minister Mehr Gehalt im Ruhestand: Grüne Wohltat für Habeck

      Die grüne Parteitagsseele hatte lange mit sich gerungen. Doch dann erfüllten die Delegierten ihrem Robert Habeck seinen Wunsch. Trotz eigentlich strengem Trennungsgebot zwischen Amt und Mandat beschlossen die Grünen auf dem jüngsten Bundesparteitag in Hannover eine Satzungsänderung. So ist es Mitgliedern der Öko-Partei künftig für eine Übergangszeit von acht Monaten erlaubt, ein Amt im Bundesvorstand und in einer Regierung gleichzeitig auszuüben. Damit taten die Grünen sowohl sich selbst als auch ihrem Hoffnungsträger einen Gefallen: Die Partei bekam ihren ersehnten neuen Parteichef und Robert Habeck darf sich über einen kräftigen Zuschlag beim späteren Ruhestandsgehalt freuen. Quelle: shz de 18985606 ©2019

  4. Frau Holle sagt:

    Zitat eliza doolittle :

    „Grüne lassen den uralten Märchenwald in Hessen abholzen….“

    Hmm…..wenn ich richtig informiert bin, nehmen Bäume CO2 auf, was ja in der derzeitigen CO2 Hysteriedebatte und Freitagshoppserei mal zur Sprache kommen sollten. Wissen das die Grünen Daumen überhaupt? Oder wird da mutwillig- wie ein trotziges Kind – der Wille der Grünen zur Energiewende durchgesetzt, ohne Rücksicht auf Verluste?

    PS: Miss Eliza: ich liebe ihre Beiträge, ist jedesmal ein Genuß, ihre Ausführungen und Konter zu lesen. TOP!

    • eliza doolittle sagt:

      liebe frau holle, danke ihnen vielmals für dieses dicke kompliment!

      .. wenn ich richtig …..

      darum geht es letztendlich nicht. im allgemeinen halte ich mich mit meiner persönl. meinung etwas zurück und lasse lieber fakten sprechen. hier eine ausnahme: der nächste (vize)kanzler SOLL und wird? habeck heißen: CDU sackt ab, SPD gewinnt keinen blumentopf mehr, die grünen werden gepusht und erreichen dadurch quasi über nacht (für uns) ungeahnte höhen. wie also wird die neue koalition aussehen? das vehikel (thema) zu diesem ziel ist austauschbar.

      der philanthrop* hat uns auch etwas zu sagen:
      Junge Freiheit -13.02.19
      Soros lobt Grüne als „einzige konsequent pro-europäische Partei“

      *ein andermal mehr zu diesem herrn (interview, heftig, clip), wenn PEX es „zulassen“ kann.

      gruß!

    • Chris sagt:

      ‚PS: Miss Eliza: ich liebe ihre Beiträge, ist jedesmal ein Genuß, ihre Ausführungen und Konter zu lesen. TOP!“

      Welche Beiträge? Es sind nur Zitate. Lisbeth hat als bot keine eigene Meinung.

      • Peter Patriot sagt:

        Schäm dich Chris,

        eliza doolittle ist alles andere als ein Bot.
        Nur weil sie eine andere Meinung hat als du ist es noch lange kein Grund,
        jemanden als Bot zu entmenschlichen und zu beleidigen.
        Gehe in deine linke Ecke und schäm dich.

      • eliza doolittle sagt:

        at chris

        ich stelle mit erleichterung fest, dass ihr trauma (quercus robur, sie erinnern sich?) fast überwunden ist. und jetzt stören sie nicht weiter die diskussionen der erwachsenen hier, das ist ja lästig.

        at peter, alter freund:
        natürlich bin ich ein bot – und was für einer. vermummte bübchen fresse ich aus gewohnheit zum frühstück. bon appetit!

  5. Peter Patriot sagt:

    FORSA-UMFRAGE MANIPULIERT?

    Gestern war in allen Medien die Nachricht zu lesen: „Grüne erstmals stärkste Kraft“.

    Dabei kann es sich allerdings fast nur um „Fakenews“ handeln und die Richtigkeit der aktuellen Forsa-Umfrage muss wirklich massiv in Frage gestellt werden.

    1. Liegen zwischen der aktuellen (01.06) und der davor letzten Forsa-Umfrage (27.05) nur 5 Tage und während dieser Zeit ist es zu keinem Nennenswerten Ereignis gekommen, was eine Verbesserung von 9% für die Grünen absolut unplausibel erscheinen lässt.

    2. Hat auch Emnid am 01.06 (also am selben Tag wie Forsa) eine aktuelle Umfrage zur Bundestagswahl veröffentlicht und sieht die Grünen in dieser „nur“ bei 20% und auch die nur 4 Tage früher veröffentlichte Umfrage des Instituts INSA sieht die Grünen „nur“ bei 19%.

    Fake!

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