Brüssel – EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager ist davon überzeugt, dass der Internetkonzern Google der verhängten Rekord-Strafe von 2,4 Milliarden Euro nicht entgehen kann.
„Ich bin zuversichtlich, dass wir den Rechtsstreit gegen Google gewinnen“, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
„Die 2,4 Milliarden Euro werden dann auf die Mitgliedstaaten verteilt – nach dem Schlüssel, der auch für die Beitragszahlungen gilt.“ Demnach würden sich die deutschen EU-Beiträge in einem Jahr um annähernd eine halbe Milliarde Euro verringern.
Die EU-Kommission wirft Google vor, in seinen Suchlisten den eigenen Shopping-Dienst zu bevorzugen. Google müsse damit aufhören, „die Dienste anderer Unternehmen schlechter zu behandeln als die eigenen“, forderte Vestager.
Niemand gebe einem Unternehmen, das bei Google nicht zu finden sei, sein Geld. Deswegen sei das Verfahren so bedeutend.
Da Google mehr als 90 Prozent des Suchmaschinenmarkts beherrsche, sei der Wettbewerb naturgemäß geschwächt. „Google hat eine besondere Verantwortung, seine Position nicht zu missbrauchen“, mahnte Vestager.
Die Kommissarin hob auch die Bedeutung des Verfahrens gegen deutsche Autohersteller wegen möglicherweise verbotener Absprachen hervor. Dieser Fall habe für die EU-Kommission „höchste Priorität“, sagte sie. „Das Verfahren kann sich auf sehr viele Menschen auswirken.“ Vestager betonte: „Wir gehen hier sehr sorgfältig vor und kommen nicht überhastet zu Entscheidungen.“
Es sei in Ordnung, wenn Autokonzerne zum Wohl der Verbraucher zusammenarbeiteten. Es gebe aber auch illegale Absprachen, die den Verbrauchern schadeten. „Wir wollen niemanden zu Unrecht bestrafen“, sagte sie. Eine Haftung von Top-Managern mit ihrem privaten Vermögen lehnte Vestager ab.
„Es wird immer wieder über private Haftung diskutiert im Rahmen des Wettbewerbsrechts. Aber wir haben uns bisher dagegen entschieden“, sagte die Kommissarin. „Wir setzen auf abschreckende Strafen für Unternehmen.
Sie werden schnell genug verhängt , damit sich Top-Manager für Aktionen rechtfertigen müssen, die sie selbst zu verantworten haben. Und das wird alles andere als angenehm sein.“ (dts Nachrichtenagentur)
Gefällt Ihnen unsere Zeitung?
Fügen Sie den Pfalz-Express als bevorzugte Quelle bei Google hinzu. So verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten aus der Region.
⭐ Bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen
Diesen Artikel drucken




Brüssel – Die EU-Kommission hat eine Rekord-Wettbewerbsstrafe in Höhe von 2,4 Milliarden Euro gegen Google verhängt. Google habe seine marktbeherrschende Stellung als ...
Brüssel – Die EU-Kommission hat eine Strafe in Höhe von 1,49 Milliarden Euro gegen den US-Internetkonzern Google verhängt. Grund sei ein Verstoß ...
Brüssel – Die EU-Kommission hat eine neue Rekord-Wettbewerbsstrafe in Höhe von 4,34 Milliarden Euro gegen Google verhängt. Das Unternehmen habe mit illegalen ...
Brüssel – EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager fordert schärfere Regeln für dominante Digitalkonzerne. „Sonst werden wir sehr bald in einer Welt leben, die von ...
Brüssel – EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hat der Forderung nach einer Zerschlagung der großen Technologieunternehmen eine Absage erteilt. „Es wird nie dazu kommen“, ...
Berlin – Die ehemalige Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD) hofft auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts gegen die Euro-Rettungsmaßnahmen. Die Euro-Retter würden mit ihrer ...
Berlin /Athen – Der Finanzbedarf Griechenlands in den nächsten drei Jahren liegt weit höher als bisher erwartet. „Es wird erwartet, dass Griechenland ...
Brüssel – EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager pocht angesichts des Diesel-Skandals auf die Einführung von Sammelklagen in allen EU-Staaten. Vestager sagte der „Bild am ...
Berlin – Apple hat Berufung gegen die Entscheidung der Europäischen Kommission eingelegt, dem irischen Staat 13 Milliarden Euro Steuern nachzahlen zu müssen. ...
Brüssel – Die EU-Kommission hat gegen fünf Banken Geldbußen in Höhe von insgesamt 1,07 Milliarden Euro wegen der Beteiligung an zwei Kartellen ...












