
Ärztehaus (Archiv)
Foto: via dts Nachrichtenagentur
Berlin- Sollte die Krankschreibung künftig ab dem ersten Krankheitstag verpflichtend sein, muss nach Ansicht des Präsidenten der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, die telefonische Krankschreibung für bekannte Patienten erhalten bleiben.
„Wenn die Politik an diesem Plan unbedingt festhalten will, sollte jedenfalls eine telefonische Krankschreibung bei Patienten, die in der Arztpraxis bekannt sind, möglich bleiben“, sagte Reinhardt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
Die telefonische Krankschreibung mache „nur rund 1,2 Prozent aller AU-Tage aus“ und halte Menschen mit harmlosen Infekten aus den Arztpraxen heraus. „Gerade deshalb sollte sie bleiben.“
Auch Videosprechstunden könnten Reinhardt zufolge dabei hilfreich sein. „Wir nutzen sie schon heute, gerade bei Patienten, die wir kennen. Einen völlig unbekannten Patienten würde ich dagegen weder telefonisch noch per Video einfach krankschreiben“, erklärte er weiter.
Grundsätzlich hält Reinhardt die geplante AU-Pflicht ab dem ersten Tag aber für den falschen Ansatz. „Die Arbeitsmoral der Deutschen wird nicht in deutschen Arztpraxen entschieden“, sagte er. Eine Krankschreibung ab dem ersten Tag werde daran nichts ändern.
Entscheidend in der Frage, wie häufig die Deutschen krank seien, seien vielmehr die Bedingungen in den Betrieben. „Der Krankenstand hängt auch stark vom Betriebsklima, von Wertschätzung, Arbeitsbedingungen und der Möglichkeit zur Mitgestaltung ab“, sagte Reinhardt. Wenn die Politik den Krankenstand tatsächlich senken wolle, sollte sie über andere Ansätze nachdenken. „Natürlich kann man über die Rahmenbedingungen sprechen – etwa Karenztage“, so der Ärztepräsident weiter. (dts Nachrichtenagentur)
Gefällt Ihnen unsere Zeitung?
Fügen Sie den Pfalz-Express als bevorzugte Quelle bei Google hinzu. So verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten aus der Region.
⭐ Bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen
Diesen Artikel drucken



Die in der Pandemie erprobte telefonische Krankschreibung soll jetzt unbefristet eingeführt werden. Ärzte sollen bei Patienten, die keine schweren Krankheitssymptome haben, die ...
Berlin- Die Chefin des Kassen-Spitzenverbandes, Doris Pfeiffer, hat die Versicherten dazu aufgerufen, in der Coronakrise weiterhin die telefonische Krankschreibung zu nutzen. „Die ...
Die Hausärzte haben die Vorhaben der schwarz-roten Koalition scharf kritisiert, die telefonische Krankschreibung abzuschaffen und eine verpflichtende Vorlage der Krankschreibung ab dem ...
Berlin – In der Debatte um die Höhe des Krankenstandes in Deutschland haben die Hausärzte die schwarz-rote Koalition davor gewarnt, die Krankschreibung ...
Berlin – Der Fortbestand der telefonischen Krankschreibung wird nun auch von der zuständigen Bundesministerin infrage gestellt. Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) kündigte eine ...
Berlin – Der Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, will die Krankschreibung über das Telefon in die Regelversorgung aufnehme lassen. „Die Krankschreibung ...
Berlin – Der neue Ärztepräsident Klaus Reinhardt fordert eine finanzielle Selbstbeteiligung von Patienten, die besonders häufig zum Arzt gehen. „Bei mehrfachen und ...
Berlin- Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will Internet-Anbieter stoppen, die Atteste ohne tatsächlichen Arztkontakt ausstellen. Im Rahmen der von der Koalition geplanten Verschärfungen ...
Berlin – Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hält es für voreilig, dass die Bundesregierung für 830 Millionen Euro neue Corona-Impfstoffe bestellt ...
Berlin- Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat die Bundestagsfraktionen aufgefordert, das geplante Infektionsschutzgesetz nachzuschärfen. „Bundeseinheitliche Regeln für eine Corona-Notbremse sind längst überfällig. Allerdings sollten ...
Berlin – Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat sich angesichts der zunehmenden Personalnot im Gesundheitswesen dafür ausgesprochen, kleinere Kliniken zu schließen und stattdessen größere ...
Berlin – Die Bundesärztekammer spricht sich dafür aus, für solche Personen die Kontaktsperre zu lockern, die eine Corona-Ansteckung schon überwunden haben. Dafür ...












