
Boris Pistorius
Foto: dts Nachrichtenagentur
Neu-Delhi – Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat sich bei seinem Besuch im indischen Neu-Delhi besorgt über die wachsenden Spannungen im Indo-Pazifik gezeigt und eine Intensivierung der strategischen Zusammenarbeit mit dem bevölkerungsreichsten Land der Welt in Aussicht gestellt.
Man wolle den vertrauensvollen Austausch zwischen Deutschland und Indien beibehalten und die Kooperation zwischen den Ländern vertiefen. Pistorius zeigte sich besorgt über das Vorgehen Chinas in der Straße von Taiwan und die zunehmenden Spannungen im südchinesischen Meer. Auch der Krieg Russlands in der Ukraine sei ein Thema gewesen.
Pistorius bestätigte zudem das bestehende Interesse Indiens an der Beschaffung von sechs U-Booten aus deutscher Produktion. Es sei jedoch noch keine endgültige Entscheidung seitens Indiens getroffen worden, unter anderem befände sich noch ein französischer Mitbewerber im Spiel.
„Indien versucht sehr nachhaltig, die Abhängigkeit von Russland bei Rüstungsgütern, die aktuell noch bei 60 Prozent liegt, deutlich und schnell zu reduzieren“, so der Verteidigungsminister.
Im Ranking der weltweit gestiegenen Verteidigungsausgaben belegte Indien im letzten Jahr laut dem Friedensforschungsinstitut SIPRI, den vierten Platz hinter den USA, China und Russland. Die Nuklearmacht beabsichtigt, die bereits begonnene Aufrüstung voranzutreiben, wohl nicht zuletzt aufgrund der Spannungen im Verhältnis zu den Nachbarländern Pakistan und China.
Als beachtliche Leistung Indiens gilt unterdessen der in Eigenregie gebaute und im letzten Jahr in Dienst gestellte Flugzeugträger Vikrant. Die Vikrant gilt als das größte jemals in Indien gebaute Schiff. Das prestigeträchtige Projekt soll den Stand der aufstrebenden Militärmacht in der Indo-Pazifik-Region stärken.
Besonders China hatte seine maritime Präsenz in dem Gebiet zuletzt deutlich erhöht. Die Volksrepublik liegt mit mehreren Staaten im Streit über Territorialansprüche und damit verbundene Rohstoffvorkommen, zudem hatten die Spannungen mit Taiwan in den letzten Monaten erneut zugenommen.
Beobachter befürchten bei einer möglichen militärischen Eskalation unabsehbare Folgen für den Welthandel, da fast die Hälfte aller auf dem Seeweg transportierten Güter die circa 180 Kilometer breite Meerenge zwischen China und Taiwan passieren.
Erst vor wenigen Tagen waren sich ein Schiff der chinesischen Volksbefreiungsarmee und ein US-Zerstörer gefährlich nahegekommen. Indien, das traditionell einen Großteil seiner Rüstungsgüter und seiner Energie aus Russland bezieht, hatte zuletzt vermehrt die Nähe der USA gesucht, womöglich um mit deren Verbündeten ein Gegengewicht gegenüber China in der Region bilden zu wollen.
Die Bundesrepublik hofft diesbezüglich auf mögliche Rüstungskooperationen. (dts Nachrichtenagentur)

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