Cloud-Computing ist in vielen deutschen Unternehmen auf dem Sprung zu einer der zentralen Technologien der digitalen Welt. Das zeigt eine repräsentative Umfrage „Cloud Monitor 2015“ des IT-Branchenverbandes Bitkom, die in Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsprüfern der KPMG durchgeführt wurde.
40 Prozent der deutschen Unternehmen sind in Bezug auf Cloud-Computing mittlerweile offen eingestellt, wie sich aus einer BITKOM-Befragung ergibt. 35 Prozent stehen dem Thema noch skeptisch gegenüber. Im vergangenen Jahr lag der Anteil der interessierten und ablehnenden Unternehmen jeweils bei 39 Prozent.
Mit Blick auf die NIFIS-Studie „IT-Sicherheit und Datenschutz 2015“ sind es vor allem folgende Vorteile, die Unternehmen dem Cloud-Computing zusprechen: Einsparpotenzial bei kostspieligen Diensten, die in der Cloud einfach nur angemietet werden (90 %); Zugriff auf Ressourcen, die dem aktuellen Stand der Technik entsprechen (85 %); hohe Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit der Cloud-Hardware durch USV, Redundanz, Zutrittsschutz (70 %).
Cloud-Nutzung je nach Unternehmensgröße verschieden
Rund 44 Prozent der deutschen Unternehmen setzen bereits Cloud-Dienste ein. Das sind 4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Bei weiteren 24 Prozent ist die Einführung von Cloud-Technik im Gespräch bzw. in Planung. Für 32 Prozent kommt die Nutzung von Cloud-Diensten nicht in Frage.
Bisher finden Cloud-Dienste vorwiegend in Großunternehmen ab 500 Mitarbeitern mit 70 Prozent am meisten Anwendung. Der Mittelstand zieht jedoch nach – 52 Prozent der Betriebe mit 100 bis 499 Beschäftigten arbeiten mit Cloud-Lösungen. Kleinunternehmen mit bis zu 99 Mitarbeitern machen mit 40 Prozent noch am wenigsten Gebrauch von Cloud-Diensten.
Unternehmen bevorzugen Private Cloud
Mit einem Anteil der Nutzer von 39 Prozent sind Cloud-Services im eigenen Firmennetzwerk (Private Cloud) beliebter als Cloud-Services von frei zugänglichen Providern (Public Cloud). Der Anteil der Nutzer bei öffentlichen Cloud-Diensten liegt nur bei 16 Prozent. Beide Cloud-Computing-Varianten werden aber mehr beansprucht als vorher: gegenüber 2012 hat Private Cloud Computing um fünf Prozentpunkte zugelegt, Public Cloud Computing um sechs Prozentpunkte.
Der Trend zum Private Cloud Computing wird sich voraussichtlich fortsetzen. Was bestimmte kritische SaaS-Anwendungen wie etwa Enterprise Ressorce Planning (ERP) oder Business Intelligence (BI) und Big Data-Analytics betrifft, hat die Private Cloud die Nase vorn. Bei Groupware-, Voice over IP- und Collaboration-Anwendungen sind private und öffentliche Clouds annähernd im gleichen Maße im Einsatz.
Sicherheitsbedenken sind ein Hindernis
Die meisten Unternehmen gehen allerdings nicht ohne Vorbehalte an Private Cloud Computing heran. 60 Prozent von ihnen lässt die Angst vor Angriffen auf sensible Daten vor einer intensiveren Nutzung zurückschrecken. 49 Prozent hält die Angst vor Datenverlust davon ab, Private Clouds vermehrt zu nutzen.
Cloud-Sicherheit wird demnach zu einer wichtigen Herausforderung im Bereich IT-Sicherheit und Datenschutz. Neben Intrusion Detection und Intrusion Response Systeme (IDSs und IPSs), deren Aufgabe die Angriffsüberwachung ist, gewinnen das Netzwerk-Monitoring und das Application Performance Monitoring (APM) dadurch stärker an Bedeutung.
APM-Software wie zum Beispiel der bei Solarwinds erhältliche Server & Application Monitor (SAM) dienen der Leistungsüberwachung von Cloud-gehosteten geschäftskritischen Servern und Anwendungen. Solch ein ausgereiftes „Cloud Application Performance Management“ für Pivate Cloud oder Hybrid Cloud Umgebungen versetzt Unternehmen in die Lage, sichere Bedingungen fürs Cloud Computing zu schaffen.
Bildrechte: Flickr cloud-computing (1) George Thomas CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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