London – Im Zusammenhang mit dem Nervengasangriff von Salisbury sucht die britische Polizei zwei russische Staatsbürger per Haftbefehl.
Die beiden Verdächtigen im Alter von jeweils etwa 40 Jahren seien mit russischen Pässen gereist, teilten die Behörden mit. Beide hätten vermutlich nicht ihre richtigen Namen verwendet.
Skripal und seine Tochter waren Anfang März in der englischen Stadt Salisbury Opfer eines Anschlags geworden. Dies hatte eine internationale diplomatische Krise ausgelöst. Die britische Regierung warf Russland vor, für den Anschlag verantwortlich zu sein, handfeste Beweise blieb sie aber bisher schuldig.
Skripal, einst Oberst des sowjetischen und später russischen Militärnachrichtendienstes GRU, war zum britischen Geheimdienst übergelaufen und 2004 in Russland deswegen verhaftet worden. 2010 war er begnadigt und zusammen mit drei weiteren westlichen Spionen gegen zehn vom FBI verhaftete russische Spione ausgetauscht worden.
Mittlerweile sind Skripal und seine Tochter außer Lebensgefahr. (dts Nachrichtenagentur)

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