Donnerstag, 08. Dezember 2022

Ausstellung „1700 Jahre jüdisches Leben“

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Datum/Zeit
06.11.2022 - 04.12.2022

Veranstaltungsart


Freuen sich über die Eröffnung der Ausstellung: Ilirjana Haas, Leiterin der VHS Neustadt, Andreas Rummel, Dekan des Kirchenbezirks Neustadt an der Weinstraße, Eberhard Dittus, Beauftragter Evangelische Kirche der Pfalz für Gedenkstättenarbeit,  Oberkirchenrat Dr. Claus Müller, Marc Weigel, Oberbürgermeister der Stadt Neustadt an der Weinstraße (v.l.n.r.)
Foto: red

Neustadt. Vor 1700 Jahren wurde jüdisches Leben nördlich der Alpen erstmals urkundlich erwähnt. Im Anschluss an das bundesweit gefeierte Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben“ zeigt eine Ausstellung in der Stiftskirche noch bis zum 4. Dezember, wie vielfältig das Leben der Juden in Rheinland-Pfalz war und heute wieder ist.

Seit 1700 Jahren leben Juden nachweislich nördlich der Alpen: Das Edikt von Kaiser Konstantin aus dem Jahr 321, das den jüdischen Bürgern das Mitwirken im Stadtrat erlaubte, ist das früheste Zeugnis der langen und wechselvollen Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland. Im Anschluss an das Jubiläumsjahr 2021, das auch in Neustadt mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert wurde, ist noch bis zum 4. Dezember die Wanderausstellung „1700 Jahre jüdisches Leben – Tradition und Identität der Juden in Rheinland-Pfalz“ in der Stiftskirche zu sehen.

In seinem Grußwort zur Eröffnung der Ausstellung am 6. November betonte Oberbürgermeister Marc Weigel, wie wichtig es angesichts der aktuellen Entwicklungen in Deutschland sei, sich der geschichtlichen Aufklärung dieses Themas zu widmen. Die Volkshochschule Neustadt leiste mit ihrem Bildungsangebot mit verschiedenen Kooperationspartnern einen wertvollen Beitrag.

Die Ausstellung wirft mit 17 bebilderten Thementafeln Schlaglichter auf die facettenreiche Geschichte, Entwicklung und Formen jüdischen Lebens an Rhein und Mosel. Die Besucher lernen sowohl einzelne Persönlichkeiten als auch jüdische Bräuche und bedeutende Bauten kennen. Die Geschichte der Juden in Rheinland-Pfalz war einerseits geprägt von einer hoch entwickelten Kultur und einem geistigen Leben, das Einfluss weit in andere Regionen hatte. Andererseits waren Juden immer wieder Anfeindungen und Verfolgungen ausgesetzt. Auch davon berichtet die Ausstellung anschaulich.

Die Ausstellung ist täglich von 11 bis 15 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Gruppen können nach Anmeldung die Ausstellung auch zu anderen Zeiten besichtigen und eine Führung erhalten.

Anfragen bitte an: eberhard.dittus@evkirchepfalz.de

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt der VHS Neustadt, des Protestantischen Dekanats Neustadt, der Stiftskirchengemeinde und der Evangelischen Kirche der Pfalz.

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