
Bundeswehr-Übung.
Foto: Pfalz-Express/Licht
Germersheim/Speyer – Rund um die Bundeswehrstandorte in Germersheim und Speyer könnte es künftig häufiger etwas lauter werden. Im Zuge der Landes- und Bündnisverteidigung verstärkt die Bundeswehr ihren Übungsbetrieb. Dabei werden teilweise auch Hubschrauber und Militärfahrzeuge eingesetzt.
In Germersheim ist die Bundeswehr seit Jahrzehnten fest zu Hause. In der Südpfalz-Kaserne ist das Luftwaffenausbildungsbataillon stationiert, das unter anderem für die Grundausbildung von Luftwaffensoldaten [1] zuständig ist.
In Speyer sieht die Situation anders aus: Die Bundeswehr soll zwar erst 2027 dauerhaft in die Kurpfalz-Kaserne zurückkehren [2], militärisch geübt wird dort aber schon heute. Der Pionierübungsplatz „Wasser Reffenthal“ ist ein militärischer Sicherheitsbereich und für Unbefugte grundsätzlich gesperrt. Gerade auf Letzterem gelten strenge Zutrittsregeln.
Mit dem zunehmenden Übungsbetrieb erinnert die Bundeswehr nun auch an die Gefahren auf den Geländen. Vor allem von herumliegender Übungsmunition oder Munitionsteilen sollte man die Finger lassen. Gefährlich werden können außerdem Spreng- und Schießbetrieb, Fahrzeugbewegungen, Diensthunde und zurückgebliebener Stacheldraht. Eltern sollten auch Kinder und Jugendliche darüber aufklären.
Rote Flaggen in Germersheim bedeuten: Übungsbetrieb
Auf dem Standortübungsplatz Germersheim ist während der Übungszeiten das unbefugte Betreten verboten. Hochgezogene rote Flaggen zeigen an, wenn dort gerade geübt wird.
Außerhalb der Übungszeiten duldet die Bundeswehr Spaziergänger auf den befestigten Wegen zur stillen Erholung. Abseits dieser Wege darf das Gelände nicht betreten werden. Hunde müssen immer an die Leine. Fahrzeuge dürfen nur mit einer besonderen Genehmigung des Standortältesten auf den Platz.
Besonders geschützt ist die Germersheimer Düne. Dieser Bereich darf nicht betreten werden. Gerät, Munition und Munitionsteile dürfen weder angefasst noch mitgenommen werden.
Pionierübungsplatz Wasser in Speyer ist tabu
Der Pionierübungsplatz Wasser in Speyer ist ein militärischer Sicherheitsbereich und für Unbefugte grundsätzlich gesperrt. Während des Übungsbetriebs kann die Bundeswehr auch die angrenzende Wasserfläche vorübergehend mit Bojen oder Sperrkörpern sperren.
Dort können unter anderem Diensthunde, Spreng- und Schießbetrieb sowie Stacheldraht zur Gefahr werden. Besondere Vorsicht gilt auch hier bei Fundstücken wie Übungsmunition oder Munitionsteilen. Unsachgemäßer Umgang damit kann zu schweren Verletzungen führen.
Den Anweisungen der Soldaten innerhalb des militärischen Sicherheitsbereichs muss Folge geleistet werden. Bei Verstößen kann eine Anzeige folgen.
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