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Volkstrauertag: Luftwaffenausbildungsbataillon, Stadt und Kreis erinnern an Opfer von Krieg und Gewalt

Foto: Oberfeldwebel Marc Andre Proulx

Germersheim – Der Volkstrauertag, der jährlich am zweitletzten Sonntag vor dem ersten Advent begangen wird, stand in Germersheim und den umliegenden Gemeinden wieder im Zeichen des gemeinsamen Gedenkens.

Bürger, Vertreter der Stadt und des Landkreises und Soldaten des Luftwaffenausbildungsbataillons kamen zusammen, um den Opfern von Krieg, Gewaltherrschaft, Terrorismus sowie den Gefallenen und im Dienst verstorbenen Angehörigen der Bundeswehr ihre Ehre zu erweisen.

Im Vorfeld des Volkstrauertags überreichte Landrat Martin Brandl im Germersheimer Stadthaus eine Spende für die Kriegsgräberfürsorge an Oberstleutnant Christian Zerau [1], Kommandeur des Luftwaffenausbildungsbataillons.

Foto: Oberfeldwebel Marc Andre Proulx

Damit unterstützen Landkreis und Stadt erneut den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der sich für den Erhalt der Ruhestätten deutscher Kriegstoter im In- und Ausland einsetzt. Landrat Brandl sagte: „Die Pflege der Gräber ist mehr als Traditionsbewahrung – sie ist Ausdruck des Respekts und der Mahnung zum Frieden. Es ist wichtig, ein Bewusstsein zu schaffen oder zu bewahren, das die Bedeutung des Erinnerns gerade in einer Zeit, in der Krieg und Gewalt wieder traurige Realität geworden sind, hervorhebt.“

Die zentrale Gedenkstunde in Germersheim sowie die Veranstaltungen in den Patengemeinden zeigten die enge Verbundenheit zwischen dem Bataillon, der Stadt und der Zivilgesellschaft. Oberstleutnant Zerau nahm gemeinsam mit Soldaten seines Bataillons an den Zeremonien teil.

Foto: Oberfeldwebel Marc Andre Proulx

Kränze wurden am Ehrenmal in Germersheim, am Friedhof in Sondernheim und an der Stele in der Südpfalz-Kaserne niedergelegt. Die Beteiligung der Bundeswehr unterstrich die traditionelle Bedeutung des Tages als Moment des Innehaltens, der Erinnerung an gefallene Kameraden und als Mahnung für Frieden und Freiheit.

Germersheims Erster Beigeordneter Dr. Sascha Hofmann betonte in seiner Ansprache die Aktualität des Volkstrauertags: „Es ist der Auftrag der Gemeinschaft, die Opfer vergangener und aktueller Kriege vor dem Vergessen zu bewahren und sich kontinuierlich für Frieden und Freiheit einzusetzen.“ Angesichts aktueller geopolitischer Konflikte, etwa in der Ukraine und im Nahen Osten, gewinne diese Botschaft besondere Bedeutung.

Foto: Oberfeldwebel Marc Andre Proulx

Die musikalische Begleitung übernahm die Stadtkapelle Germersheim, Beiträge von Schülern der Geschwister-Scholl-Realschule setzten ein Zeichen für die nächste Generation. Gedichte zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verdeutlichten, dass die Erinnerungskultur lebendig ist. Die Zeremonie am Ehrenmal endete mit der Nationalhymne. 

Landrat Brandl wies zudem auf den Totensonntag am 23. November hin: „Dieser Feiertag knüpft an das Gedenken des Volkstrauertags an und erinnert an alle Verstorbenen, deren Andenken wir bewahren wollen.“

Foto: Oberfeldwebel Marc Andre Proulx

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