
SPD-Fraktionsvorsitzender Mario Daum.
Foto: v. privat
Wörth / Maximiliansau – Die SPD-Stadtratsfraktion hat die Entscheidung des Stadtrats zur Fortführung der offenen Kinder- und Jugendarbeit im Ortsbezirk Maximiliansau kritisch kommentiert.
Nach der Sitzung am 17. Dezember 2025 wird demnach das Angebot für Kinder im Alter von 7 bis 13 Jahren derzeit nicht in Maximiliansau fortgeführt; Kinder können stattdessen das Angebot in Wörth nutzen.
Die SPD hatte sich im Stadtrat für eine Fortführung des Angebots eingesetzt, unabhängig von einem konkreten Gebäude. Kinder und Jugendliche sollten weiterhin einen pädagogisch begleiteten Anlaufpunkt im Ort haben. Unterstützung erhielt der Antrag von den Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen sowie FDP/PBS. Der Vorschlag scheiterte an einer Stimmengleichheit, bei der die laut SPD „Bürgermeisterstimme“ den Ausschlag gab.
„Dass ein solch wichtiges Angebot offensichtlich aus politischen Gründen blockiert wird, ist ein fatales Signal“, erklärte SPD-Fraktionsvorsitzender Mario Daum. Die SPD kritisierte zudem, dass der Maximiliansauer Ortsvorsteher und sein Stellvertreter die Auffassung vertreten hätten, eine offene Kinder- und Jugendarbeit sei derzeit nicht notwendig. Seit Jahren sieht die CDU die Aufsuchenden Jugendsozialarbeit -> kritisch [1].
„Diese Haltung offenbart ein erschreckendes Maß an Unkenntnis über die Bedeutung moderner, offener Jugendarbeit“, so Daum weiter. Offene Kinder- und Jugendarbeit sei kein Luxusangebot und auch keine bloße Freizeitbeschäftigung, sondern ein zentraler Bestandteil präventiver, pädagogischer Sozialarbeit. Sie erreiche insbesondere Kinder und Jugendliche, die durch Vereine oder schulische Angebote nicht erreicht werden. Dabei könne nicht allein nach Teilnehmerzahlen oder wirtschaftlichen Kriterien entschieden werden.
Die SPD argumentiert, dass die Entscheidung Auswirkungen für die Kinder und Jugendlichen in Maximiliansau habe, denen ein zusätzlicher Anlauf- und Entwicklungsraum entfallen werde. „Wer Kinder- und Jugendarbeit ausschließlich nach Zahlen, Kosten oder vermeintlicher ‚Notwendigkeit‘ bewertet, verkennt ihre gesellschaftliche Bedeutung“, heißt es in der Mitteilung. Die Fraktion kündigte an, sich weiterhin für eine bedarfsgerechte Kinder- und Jugendarbeit in allen Ortsbezirken einsetzen zu wollen.
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