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Scholz, Laschet, Lauterbach: Goethe-Gymnasium Germersheim erlebt Berlin hautnah

Kurzer Fotomoment: E-Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) traf auf die GGG-Schüler.
Foto: GGG

Berlin / Germersheim – „Ooooolaf!“, schallt es aus dutzenden Kehlen. 65 Schülerinnen und Schüler blicken gebannt in Richtung einer schwarzen Limousine, in die gerade ein Mann mit charakteristischer Frisur und seiner allseits bekannten Aktentasche einsteigen will.

Doch dann das Unerwartete: Die Tasche bleibt im Auto, er selbst steigt wieder aus. Mit einem Grinsen, wie man es von ihm kennt, kommt Olaf Scholz auf die Schüler der Klassen 10a, 10b und 10d zu. Natürlich wissen alle, was jetzt passieren muss: ein Foto mit dem ehemaligen Bundeskanzler.

Geistesgegenwärtig drückt jemand auf den Auslöser, Scholz lächelt in die Runde und schon ist der Moment vor dem Paul-Löbe-Haus vorbei. Er steigt ein, die Tür fällt zu, das Auto rollt davon. Zurück bleibt die ungläubige Frage: Ist das wirklich passiert?

Doch nicht nur dieser kurze, prominente Augenblick wird den Zehntklässlern in Erinnerung bleiben. Die Berlinfahrt vom 6. bis 10. Oktober bot Politik, Geschichte und Kultur zum Anfassen.

Im politischen Teil stand zunächst ein Gespräch mit Thomas Gebhart [1] (CDU) auf dem Programm, dem ehemaligen Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium. Gebhart, der seit 2009 den Bundestagswahlkreis Südpfalz vertritt, nahm sich eine Stunde Zeit für Fragen und Diskussion.

Die Klasse 10y traf im Bundestag Misbah Khan, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen und Abgeordnete für den Wahlkreis Neustadt/Speyer. Vor dem Reichstagsgebäude begegnete die Gruppe außerdem Armin Laschet, dem Kanzlerkandidaten der CDU/CSU bei der Bundestagswahl 2021.

Foto: GGG

Eine Simulation einer Bundesratssitzung zum Thema „Wehrpflicht [2]“ brachte den Schülern der 10a und 10y politische Abläufe praxisnah näher.

Auch die Geschichte kam nicht zu kurz: Traditionell bildete der Besuch der Gedenkstätte Hohenschönhausen einen Höhepunkt der Fahrt. Ehemalige Gefangene und Wissenschaftler führten die Jugendlichen durch das frühere Stasi-Gefängnis und vermittelten eindrückliche Einblicke in die Zeit der DDR.

Darüber hinaus besuchte die 10a das Olympiastadion und erfuhr bei einer spannenden Führung mehr über dessen Bau für die Spiele von 1936 und die heutige Nutzung. Die 10d und 10y erkundeten die Berliner Unterwelten mit ihren einstigen Fluchttunneln, während sich die 10a in einer kreativen Fotochallenge an der East Side Gallery mit den Themen Flucht, Freiheit und Menschlichkeit auseinandersetzte.

Die 10b besuchte den Tränenpalast, 10b und 10c das Humboldt Forum, die 10d nahm an einer Stadtführung teil.

Auch kulturell hatte die Fahrt einiges zu bieten: Die 10c erlebte im Berliner Ensemble George Orwells „1984“, während die 10y „Mein Name sei Gantenbein“ von Max Frisch mit Matthias Brandt in der Hauptrolle sah – im „schönsten Theater Deutschlands“.

Ein Highlight der 10y war außerdem der Besuch der Talkshow „Maischberger“. Die Schüler bekamen dort Einblicke hinter die Kulissen und erlebten die ARD-Nahost-Korrespondentin Natalie Amiri, den Politikwissenschaftler Carlo Masala und den ehemaligen Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach live im Studio.

Abgerundet wurde das Programm durch zahlreiche Besichtigungen – vom Brandenburger Tor bis zum Schloss Bellevue, von der Siegessäule bis zum Holocaust-Mahnmal. Besonders beeindruckend: Viele der Wahrzeichen erstrahlten während des „Festival of Lights“ in spektakulärem Licht.

Das Goethe-Gymnasium blickt damit auf eine rundum gelungene Berlinfahrt zurück voller sicherlich unvergesslicher Momente. (Dirk Wippert / red)

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