
Foto: Pfalz-Express /slm
Germersheim – Am großen Kreisel am südlichen Eingang von Germersheim sind mehrere Wahlplakate der AfD abgerissen worden.
Über die Täter ist nichts bekannt. Albert Breininger, Vorsitzender des AfD-Stadtverbands Germersheim und Direktkandidat [1] für den Landtag Rheinland-Pfalz im Wahlkreis 51, sieht darin eine gezielte Aktion: „Es ist kein blinder Vandalismus, der alle Parteien trifft. Die Plakate der Grünen hängen ja noch.“
Er kündigte an, künftig als Antwort auf die Plakate-Zerstörung deutlich mehr mobile Infostände aufzustellen. „Auf Bundes- und Landesebene wird immer wieder signalisiert, dass die Zerstörung von AfD-Plakaten offenbar toleriert wird“, so Breiniger gegenüber dem Pfalz-Express.
Die Vorfälle kommen kurz nach der Entscheidung des Stadtrats [2], einen Antrag der AfD-Fraktion zu zusätzlichen Maßnahmen gegen Vandalismus an Wahlplakaten abzulehnen.
In der Sitzung am 29. Januar 2026 hatte der Stadtrat den Antrag zurückgewiesen und als „bürokratisch und wenig praxisnah“ bewertet. Vandalismus und Sachbeschädigung würden von Polizei und Ordnungsbehörden verfolgt. Zusätzliche Meldestellen oder Verwaltungsstrukturen würden demnach keinen Nutzen bringen, sondern nur mehr Bürokratie erzeugen. Breininger bedauert den Beschluss. Die Botschaft sei offenbar angekommen, meinte er.
Der Stadtrat bekräftigte dennoch: Vandalismus soll entschieden bekämpft werden, unnötige Bürokratie und symbolische Maßnahmen lehnt er ab.

Foto: Pfalz-Express /slm
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