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Digitale Sicherheit auf Städtereisen – So schützen Sie Ihre Daten unterwegs

Foto: Thomas Ulrich [1] / Pixabay [2]

Smartphone und Tablet reisen bei den meisten Städtetrips selbstverständlich mit. Im Hotel das WLAN nutzen, unterwegs eine Restaurantbewertung nachschlagen oder am Gate die Buchungsbestätigung aufrufen – das gehört längst zum Reisealltag.

Doch wer denkt mitten im Sightseeing schon an Datenschutz? Die wenigsten. Dabei sind die Risiken real. Mit ein paar gezielten Maßnahmen lässt sich allerdings vieles absichern.

Vor der Reise: Vorbereitung spart Nerven

Einige Handgriffe vor dem Kofferpacken machen unterwegs einen echten Unterschied. Betriebssystem und Apps sollten auf dem neuesten Stand sein. Sicherheitsupdates schließen bekannte Schwachstellen und verkleinern die Angriffsfläche erheblich.

Dazu empfiehlt sich ein vollständiges Backup aller relevanten Daten – Fotos, Kontakte und Reisedokumente lassen sich unkompliziert in der Cloud oder auf einer externen Festplatte sichern.

 Für Buchungsbestätigungen und vertrauliche Korrespondenz lohnt es sich außerdem, schon vorab einen verschlüsselten Mail [3] Dienst einzurichten, der Nachrichten zuverlässig vor fremdem Zugriff schützt. Apps, die auf der Reise keine Verwendung finden, löschen Sie am besten noch zu Hause. Ein Passwort-Manager nimmt Ihnen die Arbeit ab, sich für jedes Konto ein eigenes, starkes Passwort merken zu müssen.

Unterwegs sicher verbunden bleiben

Ohne Internetzugang kommt auf Reisen kaum jemand aus. Allerdings ist Verbindung nicht gleich Verbindung. Zwei Bereiche verdienen besondere Aufmerksamkeit.

Öffentliches WLAN mit Bedacht nutzen

Hotspots in Hotels, Cafés oder an Flughäfen sind bequem. Sie gelten allerdings als beliebtes Angriffsziel. Selbst das Netzwerk eines vertrauenswürdig wirkenden Hotels gibt keine Garantie für Datensicherheit. In offenen Netzwerken lassen sich Daten abfangen, ohne dass die Betroffenen etwas davon mitbekommen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik rät ausdrücklich dazu, sensible Transaktionen über das mobile Datennetz abzuwickeln [4] und auf öffentliche Hotspots zu verzichten, sobald persönliche Zugangsdaten oder Finanzdaten im Spiel sind. Falls Sie trotzdem auf ein fremdes Netzwerk angewiesen sind, hilft ein VPN. Die Software verschlüsselt den gesamten Datenverkehr und macht es Dritten praktisch unmöglich mitzulesen.

E-Mail und Konten absichern

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung gehört auf Reisen zu den wirksamsten Schutzmaßnahmen [5]. Aktivieren Sie sie für alle relevanten Konten: E-Mail, Banking-Apps und Reiseplattformen. Ein erbeutetes Passwort bleibt damit für Angreifer wertlos.

Phishing-Mails mit gefälschten Buchungsbestätigungen tauchen erfahrungsgemäß vermehrt auf, sobald eine Reise bevorsteht. Nachrichten, die Zeitdruck erzeugen oder mit Stornogebühren drohen, sind in vielen Fällen gefälscht. Im Zweifel lieber direkt die offizielle Website des Anbieters aufrufen, statt auf einen verdächtigen Link zu klicken. Computer in Hotellobbys oder Internetcafés sind für persönliche Logins tabu.

Smartphone und Geräte schützen

Eine Bildschirmsperre mit PIN, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung ist das Minimum. Darüber hinaus helfen ein paar einfache Einstellungen:

  • Bluetooth und NFC deaktivieren, solange sie nicht gebraucht werden. Offene Funkschnittstellen bieten sonst unnötige Einfallstore.
  • Öffentliche USB-Ladestationen meiden. An Flughäfen oder in Cafés besteht die Gefahr, dass über den Ladeanschluss Schadsoftware auf das Gerät gelangt – in Fachkreisen als „Juice Jacking“ bekannt. Sicherer ist das eigene Netzteil mit einem reinen Ladekabel ohne Datenleitung.
  • Ortungsfunktion aktiviert lassen, damit sich das Gerät bei Verlust lokalisieren oder aus der Ferne sperren lässt.

 

Nach der Reise: ein kurzer Sicherheitscheck

Zurück zu Hause lohnt es sich, die Passwörter der Konten zu ändern, bei denen öffentliche Netzwerke zum Einsatz kamen. Das gilt besonders für E-Mail-Postfächer und Reiseportale. Offene Sitzungen bei sozialen Netzwerken beenden Sie am einfachsten über die jeweiligen Kontoeinstellungen.

Ein kurzer Blick auf installierte Apps und veränderte Systemeinstellungen rundet den Check ab. So beginnt der nächste Städtetrip genauso unbeschwert, wie der letzte geendet hat.

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