
Ein gut gelaunter Daniel Zacher: Das Geld fließt weiter.
Bildquelle: Eva Korn – Stadt Landau
Landau. Daniel Zacher, seit Juni 2024 Geschäftsführer der Stadtholding Landau in der Pfalz GmbH (verantwortlich u. a. für Freizeitbad LA OLA, Festhalle, Tourismus und Kultur), hat seinen Rücktritt eingeleitet.
Am 13. November 2025 erklärte er offiziell seinen Rücktritt zum 31. Mai 2026 und begründete dies mit einer starken politischen Einflussnahme durch Stadtrat und Aufsichtsrat, die seine Reformen (z. B. Modernisierung von Strukturen, Change-Prozesse und Projekte wie die LA OLA-Sanierung) behindert hätten.
Dies löste ein breites Echo aus: Die CDU bedauerte den Abgang [1] und kritisierte politische Blockaden, Grüne und Linke [2] sahen darin Kritik an demokratischer Kontrolle, und Medien bewerteten Zacher als „falschen Mann“ für den kommunalen Kontext.
Kurz darauf (am 24. November 2025) stellte die Stadtratsfraktion der Freien Wählergruppe (FWG) Landau eine detaillierte Anfrage an Oberbürgermeister Dr. Dominik Geißler. Sie forderte darin Klarheit zu möglichen Geschäftsbeziehungen zwischen der Stadt Landau und Zacher bzw. seinem Beratungsunternehmen (in den letzten 30 Monaten), zu erbrachten Leistungen, Vergütungen und potenziellen Interessenkonflikten.
Die FWG bezog sich explizit auf Zachers Rücktritt und forderte eine sofortige Beendigung weiterer Beratungsverhältnisse, um Transparenz für die Öffentlichkeit zu schaffen. Der Konflikt hat sich nun offenbar befriedet: In einer nichtöffentlichen Sitzung des Stadtrats im Dezember 2025 wurde Zacher ab dem 1. Januar 2026 bis 31. Mai 2026 freigestellt – bei vollen Bezügen, ohne Arbeitsverpflichtung.
Der Vertrag endet einvernehmlich auf seinen Wunsch. Stadt und Stadtholding veröffentlichten eine offizielle Dankesmeldung, in der sie Zachers Impulse hervorheben: Beschleunigung von Projekten, Modernisierung interner Strukturen, Ausbau der Social-Media-Präsenz, Initiative „Meet Landau“ und Fortschritte bei Tourismus, Kultur und der LA OLA-Modernisierung. Trotz des turbulenten Endes wird sein Engagement sehr positiv gewürdigt.
Die Freistellung löst den Konflikt scheinbar pragmatisch auf – Zacher erhält bis Ende Mai sein Gehalt, muss aber nicht mehr arbeiten, und die Stadt spart Geld, weil sie ansonsten den Vertrag noch drei Jahre mit vollen Bezügen hätte weiterlaufen lassen müssen.
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