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Alle Jahre wieder – mehrjährige Tulpen als Frühlingsboten

Foto: Gernot [1] / Pixabay [2]

Kein Frühling ohne Tulpen! Was wäre die erwachende Natur ohne die prachtvollen Blüten in Beeten und Töpfen und natürlich auch in der Vase auf dem Wohnzimmertisch?

Und im Hinblick auf die Sortenvielfalt kann es kaum eine andere Blume mit der Tulpe aufnehmen: Insgesamt kennt man mehr als 5.000 Tulpenarten mit Blüten in jeder erdenklichen Größe, Form und Farbe. Besonders beliebt sind natürlich mehrjährige Tulpen, denn sie sind nicht nur attraktiv anzuschauen, sondern machen wenig Arbeit und sparen über die Jahre bares Geld.

Was zeichnet mehrjährige Tulpen aus?

Was für viele andere Blumen gilt, trifft auch auf einen großen Teil der Tulpen zu: Sind sie einmal verblüht, ist es mit der Pracht dauerhaft vorbei. Mehrjährige, zuweilen auch verwildernde oder botanische Tulpen genannt, kommen hingegen über Jahre zuverlässig in jedem Frühling wieder.

Sie können sich sogar im Garten vermehren, was Kosten und Pflegeaufwand sogar noch verringert. Durch ihren zumeist natürlichen, nachhaltigen Blütenflor passen mehrjährige Tulpen besonders gut in naturnahe, bienenfreundliche Gartenkonzepte [3] – sind aber auch im Blumenstrauß ein echter Hingucker.

Gerade in diesem Zusammenhängen gut zu wissen: Auch bei diesen Tulpen gibt es sowohl frühe als auch mittelspäte und späte Sorten. Dem von März bis in den Mai blühenden Tulpenbeet steht also nichts im Wege.

 Worauf sollte man bei Auswahl und Pflege achten?

Will man bei Händlern Tulpenzwiebeln kaufen [4], hat man es einfach: Dort werden mehrjährige Tulpen natürlich explizit als solche ausgewiesen. Legt man die Zwiebeln neben jene von einjährigen Tulpen, so wird aber oft ein Größenunterschied deutlich: Bei den mehrjährigen Sorten wind die Zwiebeln in der Regel größer und schwerer als bei ihren einjährigen Schwestern. Hinsichtlich

  •         des Pflanzzeitpunkts,
  •         der Pflanztiefe
  •         und der Bewässerung

muss man bei den mehrjährigen Sorten hingegen nicht anders verfahren als bei einjährigen Tulpen. Tipp: Entfernt man nach dem Verblühen alle Blütenreste, stärkt man dadurch die Zwiebel für das folgende Jahr. Dies trifft übrigens auf alle mehrjährigen Tulpen zu.

Welche mehrjährigen Sorten sind besonders beliebt?

Bereits die Namen der ausdauernden Tulpen [5] klingen wie eine echte Verheißung – und das aus gutem Grund.

  • Turkestanica blüht von März bis April. Mit ihrer weißen Blütenfarbe samt gelbem Herz darf sie in keinem traditionellen Tulpenbeet fehlen.
  • Don Quichotte begeistert von April bis Mai mit ihrer Koloration in kraftvollem Rosa.
  • Queen of Night lässt sich mit der Blüte gerne bis Ende April Zeit. Dafür macht sie ihrem Namen bis in den Mai alle Ehre: Ihre fast schwarze Blüte ist ein Hingucker, dem man sich nicht entziehen kann.
  • Amazing Grace öffnet ihre zartrosa gefärbte Blüte ebenfalls ab April. Sie fügt sich toll in nahezu jedes Tulpen-Arrangement.
  • Sunny Leo macht ihrem Namen ebenfalls alle Ehre, denn ihre gelbe Blüte begeistert mit einer ganz einzigartigen Form.

Aber auch wilde Tulpen wie T. tarda oder T. sylvestris erfreuen sich großer Beliebtheit – insbesondere, wenn sie zusammen mit anderen Blumen gesetzt werden. Und dort, wo sie sich wohlfühlen, breiten sich diese Sorten [6] im Laufe der Zeit immer weiter aus.

 Fazit? Mehrjährige Tulpen sind nicht nur etwas für „Faule“

Natürlich ist es bequem, wenn man Tulpenzwiebeln nur ein einziges Mal setzen muss und sich anschließend in jedem Frühling über eine Blütenpracht freuen kann, ob im Blumenbeet oder als Schnittblumen im Strauß auf dem Wohnzimmertisch. Doch verwildernde Tulpen sind auch ein eindrucksvolles Beispiel für die faszinierende Lebendigkeit der Natur. Und die ist auch ganz im Sinne der Bienen und anderer nützlicher Insekten.

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