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32 grüne und rote Dromedare für Ampeln in Landau

Dromedare, die Logo-Tiere des Zoos, zieren ab sofort ausgewählte Ampeln in der Landauer Innenstadt.
Quelle: Stadt Landau

Landau – Dromedare regeln ab sofort den Verkehr in Landau – zumindest an den Ampeln für Fußgänger an den Kreuzungen Hindenburgstraße/Nordring und Hindenburgstraße/Godramsteiner Straße.

Auf Initiative von OB Thomas Hirsch wurden insgesamt 32 neue Signale installiert, 16 grüne und 16 rote. Die Ampeln in unmittelbarer Nähe des Zoos zeigen jetzt ein laufendes bzw. stehendes Dromedar, das von einer „Ampelfrau“ geführt wird. Sie weisen nicht nur Fußgängern den Weg, sondern gleichzeitig auch auf eine der wichtigsten Einrichtungen in der Südpfalzmetropole hin: Den Zoo Landau.

Bei Rot steht das Dromedar, bei Grün setzt es sich in Bewegung.
Foto: Rolf H. Epple

Hirsch: „Mit unseren Dromedaren wollen wir eine regionale Besonderheit herausstellen, ein Zeichen für unseren ‚kleinen, aber feinen‘ Zoo setzen, aber natürlich auch die Passanten zum Schmunzeln bringen.“

Der Weg dorthin war nicht ganz einfach: „Ampelfiguren haben klare Anforderungen zu erfüllen, etwa muss deutlich erkennbar sein, dass die Figur sich bewegt bzw. stillsteht“, erläutert Farid Moayyedi, stellvertretender Leiter der Abteilung Mobilität und Verkehrsinfrastruktur im Stadtbauamt. Das Design der Landauer „Dromedar-Ampeln“ stammt aus der Feder der Landauer Firma Barbara Schwitzke Design und basiert auf dem offiziellen Zoo-Logo, das drei Dromedare zeigt.

Farid Moayyedi erläutert, wie die leuchtenden Flächen der Ampeln definiert werden.
Foto: Rolf H. Epple

OB Hirsch macht deutlich, wie wichtig der Zoo als „weicher Standortfaktor“ und Wahrzeichen für die Stadt Landau ist. „Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, was unser wissenschaftlich geführter Zoo um Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel und sein Team leistet – denn er ist viel mehr als ‚nur‘ beliebte Freizeiteinrichtung.“ Der  Zoo sei ein pädagogisch wertvolles Ausflugsziel für Groß und Klein.

Dr. Jens-Ove Heckel: Man sieht, sein Lieblingstier ist unzweifelhaft das Dromedar.
Foto: Rolf H. Epple

Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel freut sich über das – im wahrsten Sinne des Wortes – Signal der Stadt Landau für ihren Zoo. „Unsere Logotiere als Ampelfiguren sind eine schöne Würdigung des Zoos und seiner Bedeutung als Ort der Erholung, der Umweltbildung, des Artenschutzes und der Forschung“, so Dr. Heckel. Der Zoochef berichtet, dass die Dromedare auf den Ampeln schon jetzt für den einen oder anderen erfreuten Schmunzler bei Zoofans gesorgt hätten.

Die Kosten für die neuen „tierischen Ampeln“ mit den einhöckrigen Kamelen belaufen sich auf rund 3.000 Euro. 

Großes Medieninteresse gab es für die Ampelanlagen.
Foto: Rolf H. Epple/Pfalz-Express

Kommentar Desirée Ahme (Pfalz-Express)

OB Thomas Hirsch hatte die Idee der neuen Ampelgestaltung. Zusammen mit dem Team der Pressestelle überlegte man sich, welche Figuren mit Alleinstellungsmerkmal die Ampelanlagen zieren könnten. Santa Claus hätte es sein können. Hat ihn doch sein Schöpfer, der Landauer Karikaturist Thomas Nast [1] weltberühmt gemacht. Allerdings sollte die Figur ja das ganze Jahr über aktuell sein. Santa Claus schied also aus. Auch die Landavia kam nicht in die engere Auswahl. Stattdessen entschied man sich für Dromedare. Die lebendigen Exemplare stehen auf der großen Wiese entlang der Hindenburgstraße und sind für Jeden gut sicht-und erlebbar.

„Es ist für mich eine unheimlich schöne Überraschung gewesen und stellt ein Symbol der Verbundenheit zwischen Stadt Landau und dem Zoo dar“, freut sich Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel. Der Zoo als eine der wichtigsten Freizeit-und Kultureinrichtungen mit mehr als 200.000 Besuchern pro Jahr ist in der Tat eine feste Landauer Größe und sehr werbewirksam für die Stadt. Dass sie auch zufällig Heckels Lieblingstiere sind, zeigt sich in einer großen Dromedar-Sammlung des Zoodirektors. „Dromedare sind beispielhaft für den Menschen“ weiß Heckel. Es seien in sich ruhende Tiere, mit Würde, die mit einfachen Ressourcen hohe Leistungen erbringen könnten.

„Eine Kleinigkeit erweckt großes Interesse“, hatte OB Hirsch zu Beginn des Pressetermins gesagt. Die Aufmerksamkeit, die sich das Stadtoberhaupt dafür gewünscht hatte, war auf jeden Fall gegeben. Die neuen „Ampelmännchen“ wurden von den Besuchern nicht übersehen. Im Gegenteil: „Wir waren gerade im Zoo und haben uns auch die Dromedare auf der Wiese angeschaut“, sagte ein Familienvater, der mit Frau und Kindern die Straße überquerte. „Jetzt warten die Mädchen noch viel lieber an der Ampel und sind aufmerksamer, wenn sie über die Straße gehen“.

Wie man in diesen schwierigen Zeiten positive Zeichen setzen kann, hat Landau mit seinen Mini-Dromedaren gezeigt.

Dr. Heckel, OB Hirsch und Farid Moayyed (v.r.n.l.).
Foto: Rolf H. Epple

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