
Rheinbrücke bei Maximiliansau.
Foto: Pfalz-Express
Wörth/Karlsruhe – Bei der geplanten zweiten Rheinbrücke zwischen Wörth und Karlsruhe geht es einen wichtigen Schritt voran. Der Bund hat den überarbeiteten Planungsunterlagen von Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg zugestimmt.
Damit können die beiden Länder nun die ergänzenden Baurechtsverfahren einleiten. Sie sind eine wichtige Voraussetzung dafür, dass das Projekt tatsächlich gebaut werden kann.
Landrat Martin Brandl begrüßt die Entscheidung. „Man sieht: Es bewegt sich etwas. Die Menschen im Kreis Germersheim warten seit Jahrzehnten auf diese zweite Rheinbrücke. Die bestehende Brücke von 1966 ist völlig überlastet, der tägliche Stau auf der B 10 eine enorme Belastung für Pendler und Wirtschaft.“
Auch die Kreisverwaltung habe sich nach Angaben des Landrats über Jahre für das Projekt eingesetzt. „Wir haben als Kreis jahrelang Druck gemacht, auf die Dringlichkeit hingewiesen und die Interessen unserer Bürgerinnen und Bürger vertreten. In wenigen Jahren könnte es nun konkret werden.“

Landrat Martin Brandl tauschte sich mit Staatssekretär Markus Wolf (Ministerium des Innern, für Integration und Verkehr) zur zweiten Rheinbrücke und anderen Verkehrsthemen in Mainz aus. Foto: KV GER
Drei Punkte stehen noch im Baurechtsverfahren an
Mit der heutigen Entscheidung ist ein wichtiger Schritt geschafft. Im Wesentlichen fehlt jetzt noch die Rechtskraft der beiden Ergänzungsverfahren. Darin geht es um die Pfeilerstellung im Strombereich, die Ergänzung eines Betriebswegs, der von Radfahrern und Fußgängern genutzt werden kann, und die Verknüpfung mit der B 36. Die Gesamtkosten für das Großprojekt trägt der Bund.
Für Brandl könnte es nun schneller gehen als bisher: „Der Baubeginn für das Großprojekt zweite Rheinbrücke könnte noch in diesem Jahrzehnt stattfinden.“
Der Landrat appelliert zugleich an die weiteren Beteiligten, den Prozess weiter voranzutreiben. „Die Planung ist überarbeitet, der Bedarf für die Pendler ist offensichtlich. Wir als Kreisverwaltung werden den Prozess konstruktiv begleiten und weiterhin darauf drängen, dass es vorangeht. Die Menschen in der Südpfalz haben ein Recht auf Fortschritt bei diesem wichtigen Infrastrukturprojekt.“
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