
Symbolbild: Pfalz-Express
Neustadt. Ein Regionalexpress ist am Mittwochabend, 12. November 2025, kurz nach 20 Uhr auf der Strecke zwischen Landau und Neustadt mit neun Wildschweinen zusammengestoßen – ein dramatischer Zusammenprall, der glimpflich für Personen ausging, aber den Tieren das Leben kostete. Der Bahnverkehr war für Stunden lahmgelegt.
Gegen 20:05 Uhr, kurz nach dem Haltepunkt Maikammer-Kirrweiler, raste der RE 6 auf freier Strecke in die Rotte. Der Lokführer reagierte blitzschnell: Er leitete eine Schnellbremsung ein und alarmierte sofort die DB-Notfallleitstelle. D
iese sperrte die Strecke und informierte die Bundespolizei in Kaiserslautern.Vor Ort rückten Bundespolizei, die Freiwillige Feuerwehr Maikammer und die Polizei Edenkoben an. Glück im Unglück: Alle 17 Fahrgäste im Zug blieben unverletzt. Am Triebwagen wurden keinerlei Schäden festgestellt.
Von den neun Wildschweinen überlebten nur zwei den Aufprall schwer verletzt – sie wurden von der Polizei vor Ort von ihren Leiden erlöst. Die anderen sieben waren sofort tot.
Der zuständige Jagdpächter eilte herbei und entfernte die Kadaver. Die Strecke blieb von 19:50 Uhr bis 22:28 Uhr gesperrt (mit einer kurzen Freigabe zwischen 21:23 und 21:53 Uhr). Die Folgen für den Bahnverkehr waren erheblich: Sechs Züge verspäteten sich insgesamt um 366 Minuten.
Zwei Züge fielen komplett aus, acht weitere verkehrten nur als Teilausfälle.
Die Gleise waren um 22:28 Uhr wieder frei – doch für viele Pendler war der Abend gelaufen. Die Polizei bittet Zeugen, die den Wildschweinüberquerungsversuch beobachtet haben, sich unter den bekannten Kontaktdaten zu melden.
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