Dienstag, 10. Dezember 2019

Zivilbeschäftigte des US‐Depots in Germersheim im Streik

29. November 2019 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Wirtschaft in der Region

US-Depot in Germersheim.
Foto: Pfalz-Express

Germersheim – Am Donnerstag streikten die ortsansässigen Zivilbeschäftigten des US‐Depots in Germersheim.

Das Depot ist das größte Warenlager der amerikanischen Streitkräfte für Europa und Asien – und geplante Erweiterungen heftig umstritten.

Zu Thanksgiving hatte die Gewerkschaft ver.di zu einem eintägigen Warnstreik aufgerufen. „Dass die amerikanischen Beschäftigten heute Feiertag haben, spielt uns natürlich in die Karten“, so Susanne Riedel, Gewerkschaftssekretärin.

Mehr als 40 Beschäftigte sind dem Aufruf gefolgt, ihre Arbeitsplätze blieben gestern unbesetzt. Dadurch konnten keine Lastwagen mit Waren für die Geschäfte der Stationierungsstreitkräfte beladen werden und die Regale in den Stores blieben leer.

Ebenso nutzten Beschäftigte der Fleischerei und des Kühlhauses von DECA Kaiserslautern den amerikanischen Feiertag für einen Streik.

Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten wurden nach der dritten Verhandlungsrunde unterbrochen, es gibt kein Terminangebot der Arbeitgeberseite. „Das ist für uns eine völlig neue Situation“, so Susanne Riedel, „wir müssen alles dafür tun die Arbeitgeber an den Verhandlungstisch zurückzuholen“. Die Arbeitgeberseite selbst hat die Gewerkschaft aufgefordert, einen neuen Termin zu erkämpfen. Freiwillig würden sie nicht an den Verhandlungstisch zurückkehren, so ver.di.

„Diese Aufforderung nehmen wir sehr ernst und werden mit zahlreichen kreativen Aktionen und Warnstreiks zeigen, dass die Beschäftigten einen fairen Umgang, zielführende Verhandlungen und einen guten Tarifabschluss verdient haben“, so Riedel.

Info

Die etwa 13.000 Zivilbeschäftigten der Gaststreitkräfte sind vor allem auf den US Truppenübungsplätzen beschäftigt, sowie zum Teil bei den britischen, französischen, kanadischen, belgischen Streitkräften und der NATO.

Die Tarifrunde begann am 1. Oktober ohne Angebot der Arbeitgeberseite. Am 23./24. Oktober in Berlin hatten sie 1,4 Prozent angeboten. Zuletzt lag das Angebot der Arbeitgeber für 15 Monate bei 2,1 Prozent (8 Monate) und 1 Prozent (ab Juni).

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