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Wörther Ehrenamtsinitiative „Ich bin dabei“ bleibt aktiv

Ehrenamtsinitiative „Ich bin dabei“ im September 2020.
Foto (Archiv): v. privat

Wörth – Seit 2019 beteiligt sich die Stadt Wörth an der Ehrenamtsinitiative „Ich bin dabei“, die unter der damaligen Ministerpräsidentin Malu Dreyer ins Leben gerufen wurde.

Ziel war es, Menschen ab 60 für ehrenamtliches Engagement zu gewinnen – unabhängig von Vereinszugehörigkeit, dafür mit viel Raum für eigene Ideen und Interessen.

Auf den Aufruf des damaligen Bürgermeisters Dennis Nitsche hin kamen im Februar 2020 rund 110 interessierte Bürger zur Auftaktveranstaltung in die Festhalle. 60 von ihnen meldeten sich im Anschluss für einen Workshop an. Dann jedoch bremste die Corona-Pandemie den Schwung aus. Viele trauten sich eine aktive Teilnahme nicht mehr zu, geplante Treffen mussten verschoben oder ganz abgesagt werden.

Trotz dieser Einschränkungen kamen im Jahr 2022 immerhin 25 Engagierte zu einer ersten Projekt-Werkstatt zusammen und entwickelten eine Vielzahl kreativer Ideen – von kulturellen und sozialen bis hin zu umwelt- und digitalbezogenen Themen. Unterstützt werden sie dabei von einem Moderationsteam der Stadt.

Initiative trotzt der Pandemie

Im März 2023 konnte Jana Cappel, zuständig für die Ehrenamtskoordination in der Stadtverwaltung, ein positives Zwischenfazit ziehen: Die Initiative habe Corona überstanden, und viele Projekte seien – trotz aller Hürden – auf den Weg gebracht worden.

Bei einem kürzlich einberufenen Treffen mit den Projektleitern wurde nun beraten, wie es weitergehen soll. „Was wollen wir in Zukunft erreichen?“, lautete die zentrale Frage, die Jana Cappel in die Runde stellte.

Vielfältige Projekte

Das IT-Projekt „Vom Einsteiger zum Profi“ läuft nach wie vor erfolgreich. Projektleiter Thomas Kirschenmann, der von Anfang an dabei ist, freut sich über reges Interesse. Unterstützt wird er von Angelika Drodofsky – ein weiterer Mitstreiter zur Unterstützung der Lernenden wäre jedoch willkommen. Die Treffen finden jeweils am ersten Dienstag im Monat von 16:00 bis 17:30 Uhr im Mehrgenerationenhaus statt.

Auch das Projekt „Buch tut gut“ hat sich etabliert. Gruppenleiter Roland Jost berichtet von einem festen Stamm von 22 Teilnehmenden, die sich regelmäßig zum Austausch über aktuelle Buchtitel treffen – in wechselnden Ortsteilen. Die Buchauswahl erfolgt jeweils gemeinschaftlich.

In Büchelberg läuft die Pflege des Streuobst- und des Bienenlehrpfads unter der Leitung von Gerlinde Brunner und Astrid Schnakenberg weiterhin erfolgreich.

Der Bücherschrank in der Ottstraße hat sich nach Startschwierigkeiten gut eingespielt. Projektleiter Martin Neuhaus lobt vor allem die Unterstützung durch den städtischen Bauhof.

Die Projektgruppe „Saubere Stadt“, geleitet von Annette und Manfred Kehry, konnte zwar nicht am Treffen teilnehmen, signalisierte aber ebenfalls ihre fortgesetzte Mitarbeit.

Die Ehrenamtlichen hoffen, dass sie auch künftig auf die Unterstützung der Stadt und insbesondere auf die Begleitung durch Jana Cappel zählen können. Die Initiative zeigt: Auch ohne Vereinsbindung finden sich viele motivierte Bürger, die ihre Stadt mitgestalten wollen – kreativ, tatkräftig und mit viel Herzblut.

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