
Philipp Amthor
Foto: dts Nachrichtenagentur
Berlin – Erst sorgte der Strandkorb auf dem Balkon des Kanzleramts für reichlich Diskussionen, nun lässt Philipp Amthor (CDU) das gute Stück wieder zurück nach Mecklenburg-Vorpommern bringen. Das teilte Regierungssprecher Steffen Meyer am Montag in Berlin mit.
Bekannt geworden war der ungewöhnliche Einrichtungsgegenstand durch die ZDF-Dokumentation „Inside CDU“. Darin ist zu sehen, wie ein Strandkorb vor dem Büro des Staatsministers für Bund-Länder-Zusammenarbeit aufgestellt wird. Die Szene verbreitete sich anschließend in sozialen Netzwerken und löste zahlreiche Reaktionen aus.
Dabei ging es allerdings nicht um Steuergeld: Amthor hatte den Strandkorb selbst gekauft. Auch Anlieferung und Aufbau wurden nach Angaben der Bundesregierung von ihm privat bezahlt. Öffentliche Mittel seien dafür nicht verwendet worden.
Spott und Kritik im Netz
Kritik entzündete sich vielmehr an der Wirkung der Szene. Einige Nutzer warfen dem CDU-Politiker Überheblichkeit und Dekadenz vor, andere hielten die Aufregung für überzogen oder nahmen den Strandkorb mit Humor. Allein unter einem Instagram-Beitrag von „ZDF heute“ kamen bis Sonntagabend mehr als 1.600 Kommentare zusammen.
Nun zieht Amthor Konsequenzen. „Staatsminister Amthor nimmt aber die an ihn gerichtete Kritik sehr ernst“, sagte Regierungssprecher Meyer. Der Strandkorb werde deshalb wieder abtransportiert und nach Mecklenburg-Vorpommern gebracht.
Meyer verteidigte zugleich die ursprüngliche Idee. Der Strandkorb sei in Amthors Wahlkreis auf der Insel Usedom gefertigt worden. „Der Staatsminister wollte hier auch mit dem Strandkorb ein sichtbares Symbol seiner Heimat in das Bundeskanzleramt mitnehmen.“
Amthor stammt aus Mecklenburg-Vorpommern und ist seit diesem Sommer Staatsminister im Bundeskanzleramt. (red / dts Nachrichtenagentur)
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