
Trifels-Gymnasium von oben.
Bild: Google Maps
Hintergrund ist ein Beschluss der Landessynode der Evangelischen Kirche der Pfalz. Die Kirche will sich aus finanziellen Gründen von der Trägerschaft der Schule zurückziehen. Damit steht das Gymnasium vor einem möglichen Wechsel in öffentliche Verantwortung.
Wegen erheblicher Sparzwänge hat sie entschieden, die Trägerschaft des Evangelischen Trifels-Gymnasiums (ETGA) aufzugeben und die Schule in staatliche Verantwortung zu überführen. Der Schulelterbeirat hatte sich schon vor über einem Jahr für einen Verbleib des ETGA in kirchlicher Trägerschaft ausgesprochen und sogar ein Konzeptpapier vorgestellt. Das stieß offenbar auf taube Ohren bei der Landeskirche.
Für diesen Fall gilt die in Rheinland-Pfalz übliche Aufgabenteilung: Der Landkreis übernimmt die Verwaltung der Schule und das nichtpädagogische Personal, das Land Rheinland-Pfalz stellt die Lehrkräfte.
Für das Schuljahr 2026/2027 bleibt zunächst alles beim Alten. Der Unterricht läuft unverändert weiter. Wie die künftige Ausgestaltung im Detail aussieht, ist nun Gegenstand der Gespräche zwischen dem Landkreis Südliche Weinstraße und der Evangelischen Kirche.
Landrat Dietmar Seefeldt und Oberkirchenrat Dr. Claus Müller halten nach dem Auftaktgespräch fest, man wolle die weiteren Schritte eng abstimmen und die Schulgemeinschaft konsequent im Blick behalten. Die Schule sei unmittelbar nach dem Treffen informiert worden. Gleichzeitig sei klar, dass der Prozess erst begonnen habe und nun weitere Gespräche folgten.
„Wir wollen für das Gymnasium in Annweiler eine tragfähige und verlässliche Zukunftslösung entwickeln. Dabei geht es darum, den Schülerinnen und Schülern weiterhin ein gymnasiales Bildungsangebot mit dem Ziel des Abiturs in Annweiler zu ermöglichen und zugleich für die an der Schule Beschäftigten bestmögliche Perspektiven zu schaffen“, so Seefeldt und Müller.
„Uns ist wichtig, in dieser für alle neuen Situation offen und ehrlich zu kommunizieren. Wir stehen erst am Anfang der Verhandlungen. Die anstehenden Aufgaben und Gespräche werden komplex sein. Der zeitliche Rahmen ist ambitioniert. Gleichwohl gehen wir die vor uns liegende Aufgabe ernst, verantwortungsvoll und positiv miteinander an.“
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