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Wenn Erinnerungen Zukunft haben: Heimatverein Hatzenbühl erhält Preis bei Ideenwettbewerb Ehrenamt 4.0

V.li.: Karin Werling, Sebastian Langguth, Hubert Werling, Helmut Metz, Maria Gruber, Ingrid Persohn, Ministerpräsident Alexander Schweitzer, Agnes Schmitt, Gudrun Werling, Rudi Wünstel, Annemarie Hirsch.
Foto: über Heimatverein Hatzenbühl e.V.

Hatzenbühl / Mainz – Der Heimatverein Hatzenbühl e.V. ist am 17. Januar 2026 in Mainz mit dem Preis des Ideenwettbewerbs „Ehrenamt 4.0“ ausgezeichnet worden. Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) ehrte das Engagement persönlich im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung.

Moderator Markus Appelmann führte durch das Programm und stellte die ausgezeichneten Projekte vor. Insgesamt wurden zehn Projekte aus Rheinland-Pfalz prämiert, ausgewählt aus 57 Bewerbungen. Für jedes Gewinnerprojekt erläuterte ein Mitglied der Jury die Gründe für die Auszeichnung, anschließend wurde ein kurzer Imagefilm des jeweiligen Vereins gezeigt. Die Videos sind auf dem YouTube-Kanal der Landesregierung veröffentlicht.

Der Ministerpräsident überreichte den Preis an die angereiste Delegation des Heimatvereins Hatzenbühl. Zum Abschluss der Verleihung entstand ein gemeinsames Gruppenfoto mit Alexander Schweitzer.

„Perlen aus dem Hatzenbühler Archiv“

Ausgezeichnet wurde das Projekt „Perlen aus dem Hatzenbühler Archiv“. Herzstück ist die WhatsApp-Gruppe „Hatzenbühl damals & digital“, die der Heimatverein im Juni 2025 gegründet hat.

Spannung vor der Preisverleihung.
Foto: über Heimatverein Hatzenbühl

Vereinsmitglieder sichten dort gemeinsam alte Filme, Dias und Fotografien aus dem Gemeindearchiv. Ziel ist es, möglichst genau zu klären, wer oder was auf den historischen Aufnahmen zu sehen ist sowie wann und wo sie entstanden sind. Viele der Beteiligten sind selbst Zeitzeugen, ihr Wissen und ihre Erinnerungen gelten als unbezahlbar. Während Technik ersetzt werden kann, ist dieses Erfahrungswissen einzigartig.

In regelmäßigen Abständen veröffentlicht der Heimatverein besondere Fundstücke aus dem Archiv in der Hatzenbühler DorfApp. Dazu zählen alte Fotos, Zeitungsartikel, Urkunden, Briefe, Karten oder überlieferte Geschichten. Sie erzählen vom früheren Leben im Dorf, vom Arbeiten, Feiern und dem Wandel der Gemeinde über die Jahrzehnte hinweg. Ziel des Projekts ist es, die Vergangenheit sichtbar zu machen und Erinnerungen miteinander zu teilen.

Zwischenergebnisse werden auch in Form kurzer Filmsequenzen von etwa vier Minuten in der DorfApp veröffentlicht. Rückmeldungen oder Korrekturen aus der Bevölkerung fließen anschließend in die weitere Aufarbeitung ein.

Das Projekt verbindet ehrenamtliches Engagement mit moderner Technik und lokalem Kulturgut. Menschen unterschiedlicher Generationen bringen ihre Fähigkeiten und ihr Wissen ein. So entsteht Schritt für Schritt ein digitales Dorfgedächtnis, das Geschichte lebendig hält.

Foto: über Heimatverein Hatzenbühl

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