
Symbolbild: Pfalz-Express
Statt immer mehr Pflegeprodukte und Kosmetik zu verwenden, setzen viele auf den bewussten Verzicht – aus Gründen der Nachhaltigkeit, zur Reduzierung von Müll und Kosten, aber auch für die Gesundheit der Haut, die von bewussteren Pflegeroutinen ebenfalls profitiert.
Hier ein Überblick, wie gut weniger Pflege der Haut tut und welche Produkte geeignet sind.
Vorteile für die Haut
Zu viele Produkte schaden der Haut. Das fängt schon bei der Reinigungsroutine an: Reinigungsgel oder -lotion, Gesichtswasser und Peeling greifen den natürlichen Säureschutzmantel der Haut an, wenn sie zu oft angewendet werden. Viele Reinigungsprodukte enthalten zudem aggressive Tenside, Parfum oder Alkohol, die der Haut mehr schaden als nützen.
In der Folge können Spannungsgefühle, Trockenheit und Unreinheiten – trotz „Pflege“ – häufiger auftreten, woraufhin noch mehr Pflegeprodukte zum Einsatz kommen.
Auch Hautärzte empfehlen heute, der Haut wieder mehr Freiraum zu lassen, damit sie sich selbst regulieren kann. Intensive Reinigungsrituale müssen nicht sein, schon gar nicht in der empfindlichen Intimregion, die zum Schutz der natürlichen Flora ausschließlich mit warmen Wasser und ab und zu mit einer sehr milden Intim Waschlotion [1] gereinigt werden darf.
Natürliche Inhaltsstoffe im Trend
Ob Gesicht oder Körper – der Trend geht zu mehr Naturkosmetik und minimalistischen Rezepturen. Der Fokus liegt klar auf pflanzlichen Ölen, Aloe Vera, Sheabutter, Kamille und anderen natürlichen Stoffen, die in nachhaltigen Verpackungen angeboten werden.
Denn bei den Inhaltsstoffen gilt: Je naturbelassener, desto besser – chemische Zusätze pflegen die Haut nicht nachhaltig. Besonders Menschen mit empfindlicher oder zu Reizungen neigender Haut profitieren vom Verzicht auf Pflegeprodukte mit chemischen Bestandteilen.
Praktische Tipps für eine minimalistische Pflegeroutine
Wer sich minimalistisch und dennoch gesund pflegen möchte, greift am besten zu wenigen, dafür aber multifunktional nutzbaren Produkten – etwa zu einer Creme, die für mehrere Körperpartien geeignet ist. Ganz wichtig ist es, die Hautbedürfnisse (trocken, fettig oder sensibel) zu beobachten. Weniger oft waschen, mehr Feuchtigkeit spenden und prüfen, was die Haut überhaupt noch zusätzlich an Pflege braucht.
Ein Blick auf die Inhaltsstoffe auf der Verpackung ist immer zu empfehlen. Eine gute Pflege ist oft pH-neutral, kommt ohne Duftstoffe aus und enthält ausschließlich natürliche Bestandteile. Wer vegan lebt, sollte zudem auf Produkte mit tierischen Bestandteilen wie Honig verzichten.
Statt immer wieder Neues zu kaufen, lohnt es sich, weniger Produkte im Bad zu haben und diese rechtzeitig aufzubrauchen – so vermeidet man, abgelaufene oder überflüssige Produkte regelmäßig entsorgen zu müssen.
Fußpflege nicht vergessen
Viele Menschen achten penibel auf eine sorgfältige Gesichtspflege, vergessen aber wichtige Teile des Körpers. Etwa die Füße, die tagtäglich eine hohe Belastung aushalten und eine Portion Zuwendung gut gebrauchen können. Ein Fußbad, eine Fußmassage und eine pflegende Creme können hier nach einem anstrengenden Tag wahre Wunder bewirken.
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