[1]Anschlag Breitscheidplatz: Ein wichtiger Zeuge soll abgeschoben werden.
Foto: dts nachrichtenagentur
Berlin – Bei der Aufarbeitung des Terroranschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt im Dezember 2016 droht eine neue schwere Panne.
Wie das Nachrichtenmagazin Focus berichtet, könnte ein Zeuge, den der Berliner Untersuchungsausschuss vernehmen will, noch vor der Befragung abgeschoben werden.
Das geht nach Angaben von Focus aus dem Schreiben der Berliner Generalstaatsanwältin Margarete Koppers an den Ausschuss hervor. Darin heißt es, „dass der Zeitraum des Verbleibs des Beschuldigten in staatlichem Gewahrsam nicht verlässlich bestimmbar ist“.
Bereits am 6. Dezember 2017 habe sie „die Zustimmung zu aufenthaltsbeendenden Maßnahmen“ erteilt, schreibt Koppers.
Bei dem Zeugen handelt es sich nach Focus-Angaben um einen Mann, der dem späteren Attentäter Anis Amri ein Handy verkauft haben soll, das später am Tatort gefunden wurde.
Im Dezember 2017 hatte Focus berichtet, wie ein Amri-Vertrauter in einer Nacht- und Nebelaktion abgeschoben worden war, noch bevor er durch Ausschussmitglieder vernommen werden konnte. (dts Nachrichtenagentur)
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