
Silke Schunck, Bürgermeister Hieb, Landrätin Riedmaier, Bürgermeister Blank sowie die beiden Prinzessinnen und Sieger Andreas Meyer und Frank Meyer (v.l.) freuen sich über ein gelungenes Fest.
Fotos: Ahme
Ilbesheim. „Ich habe bisher nur einmal erlebt, dass der Weißburgunderpreis im Dorfmittelpunkt und nicht an der Affenschaukel oben verliehen wurde“, sagte Verbandsbürgermeister Torsten Blank. Im 12. Jahr der Traditionsveranstaltung innerhalb des Kalmitfestes war heute so schlechtes Wetter angesagt, dass die Veranstalter kurzfristig umdisponiert hatten und das Publikum auch in diesem Jahr in den Dorfmittelpunkt gebeten hatten.
Später, aber schon nach dem offiziellen Teil, klärte der Himmel wieder auf, sodass die Winzer rund um die historische Weinbergsanlage Kalmitwingert aufatmen konnten. Schon von unten zeigt sich dem Betrachter ein wunderbares Bild auf die Kleine Kalmit mit ihrer Kapelle, darunter eine Kette von weißen Zelten. Steht man dann oben, blickt man auf Ilbesheim herunter, spaziert an den verschiedenen Ständen vorbei, probiert die Weine und genießt liebevoll zusammengestellte Speisen. Dazu sitzen die Gäste auf rustikalen Strohballen oder mitten im Wingert. In dieser Kulisse wird normalerweise auch die Preisverleihung abgehalten.
„Ilbesheim war das erste Dorf, das eine solche Outdoor-Veranstaltung erfunden hat- andere haben es dann nachgemacht“, lobte Blank die rührigen Veranstalter. „Dieses Fest zeichnet sich durch ein Alleinstellungsmerkmal aus,“ sagte Landrätin Riedmaier. Ein Wettbewerb der Kenner sei der Weißburgunderpreis, er lebe durch den Enthusiasmus, die Arbeit und auch das Risiko der Winzer.
Silke Schunck, die durch die Veranstaltung führte, freute sich über die tolle Beteiligung der Gäste, die in diesen Tagen nicht nur mit regnerischem Wetter, sondern auch mit einer „Sahara-Hitze“ zu kämpfen hatten. Auch Bürgermeister Hieb, die Pfälzische Weinprinzessin Mona Bäder und die Weinprinzessin LD-Land Anna Kaufmann, brachten in ihren Grußworten die Besonderheit dieses Festes zum Ausdruck und zeigten sich begeistert.
Der Weißburgunderwettbewerb ist anerkannt in der Weinwelt und ist pfalzweit ausgeschrieben.
In diesem Jahr durfte die Fachjury 173 Weine, fast alle aus dem Jahrgang 2012, verkosten- 123 Weingüter hatten ihre besten Weißburgunder zur Bewertung eingereicht. Die Jury bewertete die Weine blind nach einem 100-Punkte-Schema. Weiter ging es mit 37 Vorfinalisten, von denen noch einmal acht Weine für die Publikumsverkostung herausgeschmeckt wurden. Den Fachjurypreis, (der sich übrigens noch nie mit dem Publikumspreis gedeckt hat) erhält dann jener Wein, der die höchste Punktzahl bekommt.
Diese acht Weine wurden am Samstag von 250 Gästen probiert. Teilnehmerurkunden erhielten heute Weingut Gies-Düppel, Birkweiler; Weingut Hormuth, St. Martin; Weingut Theodorus, Hainfeld; Weingut Klundt, Mörzheim; Weingut Kranz, Ilbesheim und Weingut Nauerth-Gnägy, Schweigen.
Überragende Sieger sind die jungen Senkrechtstarter, die jeweils Meyer heißen. Über den Fachjurypreis freute sich Andreas Meyer aus Heuchelheim, während Frank Meyer aus Klingenmünster den Publikumspreis in Empfang nehmen konnte. Die Wanderpokale aus Kalkstein der Kleinen Kalmit zeigen jeweils die Arbeit im Wingert und im Keller. Beim Kalmitfest kommen die beiden Pokale zusammen und versinnbildlichen das Zusammenwirken von Weinbergs- und Kellerarbeit. (desa)

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