
Storchenscheune in Bornheim: Christian Reis, Beate Mühlhoff und Karin Hechler (vorne rechts) bei der Beringung von Störchen.
Foto: Pfalz-Express/Ahme
Bornheim – In einer besinnlichen Weihnachtspost zieht das Rheinland-Pfälzische Storchenzentrum in Bornheim Bilanz über das vergangene Jahr und wirft einen Blick auf die Zukunft der Weißstörche in der Region.
Die Nachricht, verfasst von der Leitung des Zentrums, verbindet Rückschau auf die Storchensaison mit aktuellen Bedrohungen und positiven Highlights vor Ort. Die Storchensaison 2025 war in Rheinland-Pfalz etwas erfolgreicher als im Vorjahr, doch insgesamt nicht als gut zu bewerten. Es gab regionale Verluste, und die vorläufigen Zahlen deuten auf etwa 700 Brutpaare hin – ein geringfügiges Wachstum, das sich seit Jahren in ähnlicher Form fortsetzt.
Im Vergleich zu 2024, als rund 630 Paare gezählt wurden, zeigt sich eine leichte Zunahme, die jedoch durch Faktoren wie Plastikmüll in landwirtschaftlichen Flächen und temporäre Trockenperioden gebremst wird.
Diese Einflüsse führten zu Todesfällen bei Jungvögeln und erschwerten den Bruterfolg. Besonders betont das Zentrum die Bedeutung der Beringung: Ehrenamtliche Beringer sowie Helfer leisten hier unschätzbare Arbeit, um Daten für die Ursachenforschung zu sammeln. „Ein herzlicher Dank gilt allen Freiwilligen“, heißt es in der Post. Eine aktuelle Bedrohung überschattet den Jahresausklang: In Spanien, einem wichtigen Überwinterungsgebiet vieler europäischer Weißstörche, wütet derzeit eine hochpathogene Variante der Vogelgrippe.
Berichte sprechen von Hunderten toten Störchen, darunter über 500 Kadaver allein im Großraum Madrid. Bilder toter Vögel kursieren in sozialen Medien, und Experten wie der NABU warnen vor spürbaren Auswirkungen auf die Populationen in Deutschland. Es ist zu befürchten, dass zahlreiche Störche nicht aus ihren Winterquartieren zurückkehren werden – ein Risiko, das auch die rheinland-pfälzischen Adebare betrifft.
Trotz dieser Sorgen endet die Weihnachtspost auf positiver Note: Die Ausstellung im Storchenzentrum war erneut gut besucht, Storchentouren erfreuten sich großer Beliebtheit.
Und in Bornheim selbst strahlt der Ort in weihnachtlichem Glanz: Über 100 liebevoll gestaltete Krippen schmücken Höfe, Gärten und Straßen und verwandeln das pfälzische Dorf in ein echtes „Krippendorf“.
Besonders hervorzuheben ist die Actionbound-Krippenrallye, eine interaktive Smartphone-Tour, die am Storchenzentrum startet und Familien auf eine spannende Entdeckungsreise durch den Ort führt.
Das Krippendorf Bornheim lädt noch bis 6. Januar dazu ein, die Krippen zu besichtigen – eine willkommene Gelegenheit, die besinnliche Seite der Adventszeit zu erleben.
Weitere Details zur Krippenrallye und zum Zentrum finden Interessierte unter https://krippen-bornheim.de/krippen-2025-26/ [1] und www.pfalzstorch.de [2]

Auch die diesjährige Krippen-Schau in Bornheim zeigt wieder viele liebevoll gestaltete Werke.
Archivfoto: Pfalz-Express/Ahme
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