Freitag 9.Oktober 2026

Warntag im Kreis Germersheim: Alle 64 Sirenen funktionieren

10. September 2026 | Kategorie: Kreis Germersheim

Die Sirenenanlage auf dem Dach der Realschule plus in Bellheim bei der Montage im Juli 2025. Foto: Kreis GER / mda

Alle 64 Sirenen im Landkreis Germersheim haben beim bundesweiten Warntag am 10. September 2026 wie geplant ausgelöst. Auch die Sprachdurchsagen funktionierten an sämtlichen Standorten.

Um 11 Uhr wurde die Probewarnung ausgelöst. Neben den Sirenen kamen unter anderem Warn-Apps wie NINA, KATWARN und Cell Broadcast zum Einsatz. Gegen 11.45 Uhr folgte die Entwarnung. Erstmals wurde diese beim diesjährigen Warntag auch über Cell Broadcast getestet.

Für den Landkreis Germersheim war der Warntag gleichzeitig ein erneuter Test des eigenen Sirenenwarnnetzes. Beim kreisweiten Warntag am 8. August hatte es an einigen Standorten noch technische Störungen gegeben. Diese wurden inzwischen behoben.

Mehr als 90 Prozent nahmen Sirenen wahr

Eine erste Auswertung einer kreisweiten Umfrage zeigt nach Angaben des Landkreises, dass mehr als 90 Prozent der Teilnehmer die Sirenen und Sprachdurchsagen wahrgenommen haben.

Bei den Sprachdurchsagen weist der Landkreis auf eine Besonderheit hin: Sie werden mit zeitlichem Abstand mehrfach wiederholt und sind nicht darauf ausgelegt, innerhalb von Gebäuden überall verständlich zu sein.

„Die Sprachdurchsagen sind grundsätzlich nicht dafür ausgelegt, innerhalb von Gebäuden zuverlässig gehört oder verstanden zu werden“, erklärt Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Christian Betzel. „Durch die mehrfache Wiederholung sollen die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit erhalten, sich gegebenenfalls an ein geöffnetes Fenster oder ins Freie zu begeben, um die Durchsage wahrzunehmen.“

Neben Sirenen setzt der Landkreis im Ernstfall auf mehrere Warnwege. Dazu gehören unter anderem Warn-Apps, Cell Broadcast, Rundfunk, Internetangebote und soziale Medien. Die Ergebnisse der Warnungen über Mobiltelefone und Warn-Apps werden vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ausgewertet.

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