
Einsatzkräfte des Katastrophenschutzzugs üben im Wald bei St. Martin die Wasserversorgung bei einem angenommenen Waldbrand. Foto: Tim Domnick
Mehr als 40 Einsatzkräfte haben im Wald bei St. Martin den Ernstfall geprobt. Bei der Übung des Katastrophenschutzzugs des Kreises Südliche Weinstraße ging es darum, einen größeren Wald- und Vegetationsbrand zu bekämpfen.
Die Übung fand bereits Mitte August 2026 in der Nähe des Sandwiesenweihers statt. Beteiligt waren Einsatzkräfte aus mehreren Verbandsgemeinden mit insgesamt zwölf Fahrzeugen.
Angenommen wurde ein Waldbrand in der Nähe des Weihers. Dort richteten die Einsatzkräfte mehrere Stellen zur Wasserentnahme ein. Über eine Förderstrecke und Faltbehälter wurde das Wasser anschließend bis zum angenommenen Brandort transportiert.
Hunderte Meter lange Verteidigungslinie
Ein weiterer Teil der Übung war der Aufbau einer sogenannten Riegelstellung. Dafür kamen Kreiselregner zum Einsatz, die ähnlich wie Rasensprenger funktionieren. Mehrere Geräte können in einer Reihe eine mehrere hundert Meter lange Fläche bewässern und so dabei helfen, ein Übergreifen der Flammen auf weitere Waldgebiete zu verhindern. Auch der Einsatz der Dachwerfer auf den Tanklöschfahrzeugen wurde trainiert.
Aus Naturschutzgründen leiteten die Einsatzkräfte das Wasser bei dieser Übung direkt zurück in den Weiher. Geübt wurde auch die eigentliche Brandbekämpfung mit Strahlrohren und Handwerkzeugen.
Der Katastrophenschutzzug des Landkreises hat sich bereits vor mehr als zehn Jahren auf Wald- und Vegetationsbrände spezialisiert. Insgesamt gehören ihm mehr als 70 ehrenamtliche Einsatzkräfte aus sechs Verbandsgemeinden mit 15 Fahrzeugen an.
Er kann unter anderem eingesetzt werden, wenn die Möglichkeiten einer einzelnen Verbandsgemeinde bei einem größeren Einsatz nicht ausreichen.
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